Geburtstag

Mit 80 Jahren steht Manfred Koppers auf dem Fußballfeld

Die Liebe zum Ball hat er nie verloren: Der Oberhausener Manfred Koppers (80, mi.) beim wöchentlichen Kicken in der Sporthalle von Eisenheim. 

Die Liebe zum Ball hat er nie verloren: Der Oberhausener Manfred Koppers (80, mi.) beim wöchentlichen Kicken in der Sporthalle von Eisenheim. 

Foto: Dirk Hein

Alt-Oberhausen.   Von der Fußball-Gruppe der SG Osterfeld können Jungspunde viel lernen. Mittendrin: Manfred Koppers, der mit 80 Jahren kräftig mitmischt.

Der Ball zischt über den Hallenbelag, die Schuhe quietschen auf dem Untergrund, zwei umgedrehte Turnkästen dienen als Tore: Die Altherren-Mannschaft der SG Osterfeld lässt in der Sporthalle der ehemaligen Hauptschule Eisenheim wieder die Kugel rollen, so wie an jedem Dienstag.

Doch diesmal ist die Trainingseinheit für die Freizeit-Sportler etwas Besonderes: Den Erfahrensten in ihrer Mitte wollen sie ehren. Manfred Koppers, genannt Manni, feierte kürzlich seinen 80. Geburtstag. Längst kein Grund für den gelernten Elektriker und späteren Feuerwehrmann, das runde Leder im Ballnetz zu verstecken. „Er hat uns viele Kniffe erklärt“, sagt Heinz „Happy“ Klever. „Darum wollen wir uns heute bei ihm bedanken!“

Seit Jahrzehnten wird gemeinsam gekickt

Mit einem prall gefüllten Präsentkorb und edlen Tropfen überraschen die Freizeit-Fußballer den rüstigen Jubilar. Man kennt sich. Seit mehr als drei Jahrzehnten kickt die Truppe wöchentlich zum Spaß an der Freude. Doch das runde Leder begleitet den Großteil der Mannschaft natürlich viel länger. Früher hieß ihr Verein SC Osterfeld 12 und spielte an der Kanalstraße sogar in der Landesliga. 1974 schloss sich der Sportclub schließlich der SG Osterfeld an.

„Der Fußball ist deutlich schneller und athletischer geworden“, sagt Manfred Koppers, der manchmal sein schwarz-gelbes BVB-Trikot trägt und aus der Sympathie für die Borussen keinen Hehl macht. Immer noch findet man ihn regelmäßig auf den Fußballplätzen, vor allem im Stadion Niederrhein. Bei Rot-Weiß Oberhausen kickte er in der Jugend, später in der ersten Mannschaft. Es sind die 1960er-Jahre in der Oberliga West, Legenden wie Karl-Heinz Feldkamp und Jürgen Sundermann laufen auf. Die ersten Ballkunststücke lernte er aber bei der Viktoria 09. Er erwirbt die A-Trainer-Lizenz, besucht heute Tagungen und Kongresse.

Auch musikalisch unterwegs mit „Ri-Ra-Ro, RWO“

1954 beginnt er bei der HOAG eine Lehre als Starkstromelektriker. 1960 geht Manfred Koppers zur Feuerwehr, bringt es bis zum Oberbrandmeister. Mitte der Siebziger fängt er bei den damaligen Stadtwerken an, der heutigen Evo als Außendienstleiter an.

In seinem Leben steckt Musik, schon immer: 1957 gehört er zu den Gründungsmitgliedern der Drei Dötze, die mit dem legendären Schlager „Ri-Ra-Ro, RWO” auch in den Stadien zu hören sind.

Nun gehört dem Altherren-Fußball die große Bühne. Es sind Treffen mit Freunden. Nach jedem Fußballabend geht es nebenan im Haus Koopmann noch auf ein gemütliches Bier an den Stammtisch in der Kneipenecke. Der Fußball und seine Geschichten: „Zu bereden gibt es ja immer etwas!“

>>> Info: Fußballer sind zwischen 57 und 80 Jahren alt

Die Altherren der SG Osterfeld treffen sich seit 32 Jahren einmal in der Woche zum gemeinsamen Fußballspielen. Der Spaß, so sagen sie, stehe klar im Vordergrund. Auf ein allzu rustikales Spiel beim Kampf um den Ball werde darum natürlich verzichtet.

Die Fußballer im Alter zwischen 57 und 80 Jahren kicken nicht nur, sondern treffen sich auch für Ausflüge und Fahrten. Auch viele Ehefrauen unternehmen etwas gemeinsam.

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