Stadtteilfest

Nachbarschaftsfest auf dem Tackenberg als Publikums-Hit

Ein Bühnenprogramm, hier mit einer Kindertanzgruppe, begleitete das Nachbarschaftsfest am Tackenberg.

Ein Bühnenprogramm, hier mit einer Kindertanzgruppe, begleitete das Nachbarschaftsfest am Tackenberg.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Das Wetter war gerade richtig – besonders viele Menschen kamen jetzt zum Nachbarschaftsfest in den Antoniepark.

Dass etwas auf der Wiese im Antoniepark los sein musste, war schon von weitem zu hören. Nicht nur, weil auf der Bühne ein buntes Unterhaltungsprogramm ablief. Bei mittleren Temperaturen ließ es sich für Kinder dort besonders gut toben. Die Jugendorganisation „Die Falken“ hatte dafür vielfältige Gelegenheiten aufgeboten.

Dafür hatten sie sich unter anderem bei der evangelischen Jugend Verstärkung besorgt.

Felix (22), der sich dort engagiert, hatte beim Wikingerschach gleich mehrere kleine Gegenspieler. Dabei galt es, mit Holzstäben auf rechteckige Klötze im jeweils gegnerischen Feld zu werfen. Waren sie alle abgeräumt, also getroffen, durfte auf den „König“ in der Mitte des Feldes geworfen werden.

Picknick-Stimmung im Antoniepark

Auch auf dem Spielplatz im Antoniepark mit seinem haushohen Klettergestell war jede Menge los. Davor hatten sich einige Familien wie zum Picknick auf Decken auf dem Boden niedergelassen. Nicht alltäglich waren an diesem Tag halt das Angeln nach Plastikfischen oder das Dosenwerfen beim „Möwennest“, zumal es für entsprechenden Erfolg auch eine kleine Belohnung gab. Eifriges Schminken war ebenso angesagt wie das Festhalten der Ergebnisse mit dem Smartphone. Manchmal genügte auch ein Blick in den Spiegel. Lisa Schachtschnabel ist als Erzieherin im „Falken-Treff“ am Tackenberg tätig. Am Samstag half sie dabei, den Andrang beim Verkauf der Wertmarken zu bewältigen. „Ich bin zufrieden. Es ist nicht zu heiß für die Unternehmungslust der Kinder“, sagte sie.

Jessica (34), eine Mutter aus der Nachbarschaft, beaufsichtigte ihre Tochter (8) vor der Hüpfburg. „Hier kennt irgendwie jeder jeden!“ Nach der Hüpfburg wollte das Mädchen sich noch im Spielmobil „Flotte Lotte“ die Fingernägel lackieren oder die Haare mit Malkreide färben lassen. Aber gegen 18 Uhr war bei der „Flotten Lotte“ Schluss.

Getränke, Kuchen und Popcorn

Auch Sabine Plass, die Chefin im „Falken-Treff“, freute sich. Zum Glück war der Regen am Morgen vor Festbeginn gefallen. „Ich glaube, die Menschen haben alle Spaß. Das ganze Viertel ist vertreten, alle Nationalitäten“, sagte sie. Der Verkauf der Wertmarken galt neben Getränken, Kuchen und Popcorn vor allem den türkischen Spezialitäten, für die einige Nachbarinnen gesorgt hatten.

Während vor allem Jungs in einem überdimensionalen Kickerspiel leibhaftig nach dem Ball traten, saßen viele Erwachsene unterm Zeltdach gemütlich zusammen. Unterdessen baute sich das Trio „Farbklang“ auf der Bühne auf, legte später mächtig laut los.

Josef Umbrecht, ein älterer Herr, war mit seiner Frau zum Fest gekommen. Beide ließen sich hier eine Bratwurst schmecken. „Wir wohnen um die Ecke“, erklärte die Eheleute. So ein Fest sei halt etwas für junge Leute. Das merke man auch an der Lautstärke der Musik. Auch sie freuten sich, dass die Freiluft-Party wirklich für jeden Besucher etwas zu bieten hatte.

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