Bouldersport

Neue Boulderhalle vor dem Start: Das kostet der Trendsport

Der Herr der bunten Griffe: Neoliet-Geschäftsführer Guido Krautkrämer zeigt die ersten Schritte.

Der Herr der bunten Griffe: Neoliet-Geschäftsführer Guido Krautkrämer zeigt die ersten Schritte.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  In Oberhausen gibt es ab Freitag, 14. Juni, die Möglichkeit, ohne Sicherung Wände hinaufzuklettern. Konzentration und Bewegung sind gefragt.

Im Inneren dieser Halle an der Erlenstraße 14 in Biefang sind Holzwände wie Felsen gewachsen: Die Trendsportart Bouldern (Boulder bedeutet übersetzt aus dem Englischen Felsblock) erreicht Oberhausen. Die Firma Neoliet eröffnet am Freitag, 14. Juni, um 18 Uhr ihre neue Boulderhalle.

„Der Unterschied zu einer Kletterhalle ist, dass Bouldern niedrigere Wände hat und es auch einzeln möglich ist“, erklärt Geschäftsführer Guido Krautkrämer den Sport, den er selbst mit „tüfteln an extremen Bewegungen“ beschreibt. So sind die Wände 4,50 Meter hoch und überall stecken verschiedene Griffe zum Festhalten, eine Seilsicherung gibt es im Gegensatz zum Klettern nicht. Dafür zwei übereinander liegende Schaumstoffmatten auf dem Boden, die zusammen rund 30 Zentimeter dick sind und so Absprünge und Stürze abfedern. „Normal passiert da nichts, außer man fällt etwas unglücklich wie zum Beispiel auf einem Spielplatz“, erläutert der 45-Jährige.

700 Quadratmeter Kletterwände

Für maximal 10,50 Euro kann während der Öffnungszeiten so lange, wie die Arme es zulassen, geklettert werden. Vorkenntnisse für eine Expedition an den rund 700 Quadratmetern Kletterfläche braucht keiner. „Konzentration ist wichtig, man denkt nur an den nächsten Griff“, sagt Krautkrämer. Als Ausrüstung sind normale Straßenschuhe und Sportschuhe erlaubt, spezielle Kletterschuhe für erfahrene Nutzer gibt es im Verleih. Der Experte empfiehlt als Kleidung eine lange Hose, in der man sich gut bewegen kann. Die bunten Griffe an den Wänden zeigen den Schwierigkeitsgrad an, schwarz ist sehr einfach, weiß für erfahrene und gelenkige Besucher.

Für den Standort nahe der A3-Abfahrt Holten hat sich der Essener wegen der guten Verkehrsanbindung und seiner Liebe zum Ruhrgebiet entschieden. „Wir haben nun alle wichtigen Autobahnen abgedeckt“, erläutert Krautkrämer. Oberhausen ist seine fünfte Halle in der Region, die er zusammen mit einem niederländischen Geschäftspartner eröffnet. Die sechste ist bereits in Planung, der Standort aber noch geheim. Vor den Felswänden waren in der Halle ein Zoofachgeschäft sowie ein Haushaltswaren-Discounter zu Hause. Finanziell verschlang der zehnmonatige Umbau eine hohe sechsstellige Summe, den Kaufpreis der Halle nicht mit einberechnet.

Für Abwechslung an den Wänden sorgt der Betreiber selbst: Krautkrämer kündigt an, dass die Kletterwege und damit die Griffe rund alle zwei Monate an anderen Positionen verschraubt werden.

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