Radtourismus

Neuer Fahrradweg verbindet Oberhausen mit Mülheim

Der Mülheimer Bezirksbürgermeister Heinz-Werner Czeczatka-Simon, RVR-Beigeordnete Nina Frense (Mitte) und Sabine Lauxen, Beigeordnete der Stadt Oberhausen, eröffneten das neue Teilstück des Ruhrtal-Radwegs zwischen den beiden Nachbarstädten.

Der Mülheimer Bezirksbürgermeister Heinz-Werner Czeczatka-Simon, RVR-Beigeordnete Nina Frense (Mitte) und Sabine Lauxen, Beigeordnete der Stadt Oberhausen, eröffneten das neue Teilstück des Ruhrtal-Radwegs zwischen den beiden Nachbarstädten.

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Oberhausen/Mülheim.  Das 1,1 Kilometer lange Teilstück des Ruhrtal-Radweges am Ruhrufer ist nach langer Bauverzögerung fertiggestellt. Radfahrer sind zufrieden.

Nach Jahren der Planung und verschobener Baustarts ist sie nun endlich fertig: die neue städteverbindende Fahrradstraße zwischen Oberhausen-Alstaden und Mülheim-Styrum. Der 1,1-Kilometer Abschnitt schließt damit eine Lücke im 240 Kilometer langen Ruhrtalradweg und führt nun idyllisch gelegen am östlichen Ruhrufer entlang.

Freizeitradler konnten sich von dem neuen Radweg bereits seit einigen Wochen ein Bild machen, am Donnerstag, 14. November erfolgte nun die offizielle Eröffnung. Nina Frense, Beigeordnete des Regionalverbandes Ruhr (RVR), schwang sich, begleitet von städtischen Vertretern aus Oberhausen und Mülheim, bei nicht unbedingt radfahrerfreundlichen acht Grad Celsius in den Sattel und gab damit die Strecke frei.

Eine Investition in das regionale Radwegenetz

„Das ist für uns eine wichtige Investition in das regionale Radwegenetz“, sagte Frense. „Wir wollen damit nicht nur den Radtourismus, sondern auch den Alltagsradverkehr unterstützen und immer mehr Menschen im Ruhrgebiet dazu bewegen, aufs Rad umzusteigen.“ Im Juli dieses Jahres konnte der RVR schließlich mit den Bauarbeiten beginnen. Ende Oktober war der Abschnitt dann nach 16 Wochen Bauzeit fertig. Entstanden ist ein kombinierter Rad- und Fußweg in Asphalt von etwa drei Meter Breite. Die veranschlagten Kosten von 750.000 Euro konnten dabei eingehalten werden, von denen 80 Prozent vom Land und 20 Prozent aus Eigenmitteln des RVR finanziert wurden.

Auch Sabine Lauxen, die Oberhausener Beigeordnete für Umwelt, Gesundheit und Mobilität, freute sich über Oberhausens erste Fahrradstraße: „Unser Hauptanliegen ist es, die Stadt fahrradfreundlich umzubauen, so dass Radfahrer im Alltag sicher von A nach B kommen. Das ist mit dieser wunderschönen Strecke mit Blick ins Grüne gelungen.“ Da konnte ihr Helmut Voß, Radverkehrsbeauftragter für die Stadt Mülheim nur beipflichten, der das interkommunale Projekt lobte, das zumindest im Bau nicht die Stadtkassen belastet. Sie sind allerdings für Pflege, Unterhalt und Verkehrssicherheit verantwortlich.

Radfahrer sind zufrieden

Die Kommunen Oberhausen und Mülheim hatten bereits früh grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Zuletzt verzögerten ausstehende wasserrechtliche Genehmigungen sowie eine Verlängerung des Bewilligungszeitraums für Fördermittel seitens der Bezirksregierung Düsseldorf den Baubeginn.

Der RVR hat mit der Streckenführung jetzt ein Teilstück des Ruhrtalradwegs von der Straße genommen und „ermöglicht nun ein entspanntes Fahren in den Ruhrauen“, wie Radfahrer Reimund Walther findet. Der Abschnitt sei aus Radler-Sicht wirklich gelungen. Auch für Peter Behrendt, erster Vorsitzender des Bike Club Oberhausen, ist die neue autofreie Route ein Gewinn. „Der Weg entlang der Hauptstraße war ziemlich gefährlich, teilweise wurde von den Fahrzeugen haarscharf geschnitten.“

Bislang mussten Radfahrer einen Umweg über Solbadstraße, Kewerstraße und Speldorfer Straße nutzen. Nun führt die neue Radstrecke von der Steinkampstraße in Mülheim-Styrum unter der Raffelbergbrücke an der A40 entlang des Naturfreibades bis zur Stadtgrenze nach Oberhausen. Dort geht es unterhalb des Deiches am Ruhrpark entlang bis hin zur Eisenbahnbrücke, wo der Radweg an der Speldorfer Straße angeschlossen wird.

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