Blitzer

Neuer Rotlicht-Blitzer in Oberhausen: Schon 1746 Verstöße

An der Hallenbadkreuzung in Sterkrade messen Blitzer seit Dezember die Geschwindigkeit und seit Januar auch Rotlichtverstöße. Die Kreuzung Teutoburger/Dorstener Straße ist als Unfallschwerpunkt bekannt.

An der Hallenbadkreuzung in Sterkrade messen Blitzer seit Dezember die Geschwindigkeit und seit Januar auch Rotlichtverstöße. Die Kreuzung Teutoburger/Dorstener Straße ist als Unfallschwerpunkt bekannt.

Foto: Kerstin Bögeholz

Seit Januar ist die Messanlage an der Kreuzung Dorstener/Teutoburger Straße in Sterkrade scharf geschaltet. Schon 285 Fahrverbote verhängt.

1746 Fahrer fuhren zwischen Januar und April an der Kreuzung Teutoburger/Dorstener Straße in Sterkrade über eine rote Ampel. In 285 Fällen wurden Fahrverbote ausgesprochen, weil die Ampel seit mehr als einer Sekunde rot anzeigte. Diese Zahlen gehen aus Auswertungen der Stadt hervor. Die zwei kombinierten Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessanlagen wurden Ende des vergangenen Jahres an der Kreuzung am Hallenbad installiert, weil die Unfallkommission, bestehend aus Polizei und Stadt, die Kreuzung als Unfallschwerpunkt identifiziert hatte. Es zeige sich nun in den Auswertungen, so ein Stadtsprecher, dass die roten Ampeln dort „in gravierender Weise missachtet“ werden.

Seit der Blitzer in Sterkrade am 31. Januar scharf gestellt wurde, löste er bis zum 30. April 1746 Mal aus. In 285 Fällen dauerte die Rotphase bereits mehr als eine Sekunde an – das heißt, es wurden Fahrverbote von einem Monat, zwei Punkte sowie Geldbußen von 200 Euro verhängt. Die Blitzer dokumentieren nur die Missachtung von roten Ampeln, nicht aber, wenn diese noch gelb leuchten. Wer über gelb fährt und dabei erwischt wird, zahlt zehn Euro Verwarnungsgeld.

Viele Temposünder auf der Mülheimer Straße

Auch viele Temposünder wurden an der Kreuzung Teutoburger/Dorstener Straße geblitzt. Die neue Messanlage löste zwischen Januar und April 1533 Mal aus. Über 22.100 Euro Verwarngelder mussten hier gezahlt werden. Auf anderen Straßen im Stadtgebiet waren ebenfalls viele zu schnell unterwegs.

Seit Anfang Februar steht beispielsweise auf der Mülheimer Straße in Fahrtrichtung Mülheim in Höhe des St. Josef-Hospitals eine neue semi-stationäre Messanlage. Bis Ende April dokumentierte der in einem grauen Anhänger untergebrachte Blitzer 563 Fahrer, die schneller als die erlaubten 50 km/h fuhren. In 24 Fällen wurde gegen die Raser ein Fahrverbot verhängt. Die gezahlten Verwarngelder beliefen sich an dieser Stelle auf über 12.000 Euro.

Mit 120 km/h durch die Innenstadt

Insgesamt gab es für Raser und Rotlichtsünder in den ersten vier Monaten des Jahres im Stadtgebiet 795 Fahrverbote. Dabei wurden alle stationären und semistationären Messungen mit einbezogen.

Einige Beispiele für besonders auffällige Verstöße lieferte die Stadt gleich mit: So raste beispielsweise Ende Februar ein Fahrer mit 111 km/h spätabends die Osterfelder Straße entlang – erlaubt waren 50 km/h. Die Folge: 480 Euro Bußgeld sowie ein dreimonatiges Fahrverbot. Noch schneller war ein Fahrer Mitte April, ebenfalls auf der Osterfelder Straße und ebenfalls spätabends: Fast 120 km/h zeigte der Tacho an, als er geblitzt wurde. Ein Stadtsprecher betonte, dass Polizei und Stadt regelmäßig darauf hinweisen, dass bereits geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitungen zu einer Verlängerung des Bremsweges führen.

Neuer stationärer Blitzer auf Konrad-Adenauer-Allee

Seit dem 1. April ist zur Überwachung ein weiterer stationärer Blitzer scharf geschaltet worden: Auf der Konrad-Adenauer-Allee kontrolliert die Messanlage in Fahrtrichtung Nord die Geschwindigkeit, dabei kommt Lasertechnik zum Einsatz. Auswertungen zeigen, dass innerhalb eines Monats bereits 74 Fahrzeuge zu schnell unterwegs waren.

In Fahrtrichtung Süd, wo schon länger kontrolliert wird, waren die Zahlen deutlich höher: Über 4000 Temposünder zeichnete die Anlage auf, 373 davon wurden mit Fahrverboten belegt, mehr als 45.000 Euro Verwarngelder mussten zwischen Januar und April gezahlt werden. Insgesamt nahm die Stadt aus der Überwachung des fließenden und ruhenden Verkehrs sowie der Ordnungswidrigkeiten im vergangenen Jahr rund 4,5 Millionen Euro ein.

>>> Zusätzlich zwei Fahrzeuge zur mobilen Überwachung

Zusätzlich zum „Blitzer-Anhänger“ sind nach Angaben der Stadt derzeit zwei Fahrzeuge zur mobilen Überwachung im Stadtgebiet im Einsatz. Sie kontrollieren das Tempo an Gefahrenstellen (beispielsweise vor Schulen oder Kindertageseinrichtungen) und werden auch nach Beschwerden von Bürgern eingesetzt. Hinweise zu häufigen Geschwindigkeitsüberschreitungen können übermittelt werden an: raser@oberhausen.de.

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