Wohnumfeld

Neues Außen-Areal für die Siedlung an der Kampstraße

Haben die Pläne parat: Markus Schürmann (r.) vom Landschaftsarchitekturbüro ST-Freiraum mit Dustin Abendroth (Stadtteilbüro) sowie Patrick Bolik und Olaf Köhne (Adler Wohnservice GmbH) in der Siedlung Kampstraße.

Haben die Pläne parat: Markus Schürmann (r.) vom Landschaftsarchitekturbüro ST-Freiraum mit Dustin Abendroth (Stadtteilbüro) sowie Patrick Bolik und Olaf Köhne (Adler Wohnservice GmbH) in der Siedlung Kampstraße.

Foto: Martin Möller / FFS

Oberhausen.  Im September wird der Förderantrag gestellt – dann geht es los: Die Siedlung an der Kampstraße in Osterfeld wird deutlich aufgewertet.

Die Siedlung an der Kampstraße erhält ein neues Außengelände. Schon bald soll’s mit der Umgestaltung losgehen. Das Motto des Projekts lautet: „Platz für alle!“

310 Wohneinheiten bietet die architektonisch markante Siedlung an der Kampstraße in Osterfeld. Menschen aus weit über 100 Nationen leben hier. Lange Zeit galt diese Adresse als eine „Problemsiedlung“, doch das hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mit der Adler Wohnservice GmbH, deren Muttergesellschaft in Berlin angesiedelt ist, gibt es nun einen Eigentümer, der auf Verlässlichkeit, Ansprechbarkeit und Vor-Ort-Präsenz setzt.

Mit attraktivem Quartiersplatz

Im Juli startete ein Kreativwettbewerb zur Umgestaltung des Außengeländes. Drei Büros beteiligten sich daran. Eine Jury wählte als Sieger den Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros ST-Freiraum (Duisburg). Dustin Abendroth vom Team des Stadtteilbüros Osterfeld erläutert: „Zentrales Element der künftigen Gestaltung wird der neu entstehende ,Platz für alle’ als zentraler Quartiersplatz sein. Zudem sind neue Spielflächen und ein Bereich für Jugendliche vorgesehen.“

Mobiliar werde zum entspannten Verweilen unter freiem Himmel einladen; eine ergänzende Neubepflanzung wird das Wohnumfeld insgesamt verschönern. Farblich gestaltete Stelen werden zudem Bewohnern und Besuchern dabei helfen, sich in der teils etwas verwinkelten Siedlung zurechtzufinden.

443.000 Euro beträgt die Investitionssumme des Projekts, für das der Förderantrag in diesem September gestellt werden soll. 80 Prozent übernimmt das Land, 20 Prozent trägt das Unternehmen Adler. Das Vorhaben ist Teil der laufenden Stadtteilerneuerung in Osterfeld und dort als Projekt 33 „Wohnumfeldverbesserung“ aufgeführt. Die „Soziale Stadt Osterfeld“ macht’s also möglich. Die Mittel aus dem Bund-Länder-Programm werden durch die Stadt Oberhausen an die Eigentümergesellschaft weitergeleitet.

Die ersten Mieter zogen 1997 ein

Die ersten Mieter zogen in die Siedlung an der Kampstraße im Jahr 1997 ein. Das Projekt ist eng mit der Entwicklung des Centro verbunden. Die Zuschussgeber machten es damals zur Bedingung, dass auch neuer Wohnraum Teil dieser umfassenden Stadtentwicklung sein müsse. Und so entstand die Siedlung Kampstraße mit ihrer markanten Architektur in Osterfeld. Die Siedlung atmet einen besonderen Geist – Balkone und lange Außengänge an den Gebäuden sorgen für ein gewisses Gemeinschafts-Feeling.

Man teilt sich hier ein Lastenfahrrad, um etwa Einkäufe ins Haus zu bringen; auch ein Rasenmäher wird gemeinsam genutzt. Die Arbeiterwohlfahrt sowie das Jugendcafé an der Kampstraße sorgen für Freizeitangebote. Diese Gemeinsinn soll nun mit der neuen Außengestaltung noch gestärkt werden, wie auch Patrick Bolik und Olaf Köhne von der Adler Wohnservice GmbH unterstreichen.

Mit Markus Schürmann vom ST-Freiraum-Team entwickelt übrigens ein Oberhausener die Details der Außengestaltung. „Ich kenne diese Siedlung“, sagt er. „Das erleichtert mir jetzt die Arbeit an diesem Entwurf.“ Schürmann unterstreicht dabei, dass er die Optik verbessern, nicht aber den grundsätzlichen Charakter der Siedlung verändern wolle: „Der Geist dieser Siedlung bleibt erhalten.“

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