BÜRGERBESCHWERDE

Bürger kämpfen gegen Schmalspurlösung an Nassenkampstraße

An dieser Lage hat sich nichts geändert: Jürgen Kisters (links) und Wilhelm Timmermann zeigten schon im Juli 2016, dass die Fahrbahn an der Nassenkampstraße nach der Neugestaltung viel zu schmal ist.

Foto: Kerstin Bögeholz

An dieser Lage hat sich nichts geändert: Jürgen Kisters (links) und Wilhelm Timmermann zeigten schon im Juli 2016, dass die Fahrbahn an der Nassenkampstraße nach der Neugestaltung viel zu schmal ist. Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Ein Trecker kommt hier nicht mehr durch, mehrere Garagen sind abgebunden – an der Nassenkampstraße herrscht nach wie vor Anwohner-Frust.

Wilhelm Timmermann von der Nassenkampstraße hofft, dass seine kleine Wohnstraße in Schmachtendorf so schnell wie möglich wieder verbreitert wird. Unsere Zeitung hatte im Sommer 2016 über diesen Fall ausführlich berichtet, der stellenweise an einen Schildbürgerstreich erinnert: Nach der Neugestaltung durch Stadt und Wirtschaftsbetriebe (WBO) fiel die Fahrbahn der Straße plötzlich viel schmaler aus, so dass ein Trecker nicht mehr zu der nahen Wiese durchkommt, die Wilhelm Timmermann verpachtet hat. Auch mehrere Garagen eines Wohnhauses wurden vom Verkehr abgeschnitten, da zwei kleine Brücken über den parallel verlaufenden Nassenkampgraben einfach abgerissen wurden.

Gespräche und Ortstermine

Seit Sommer 2016 hat es diverse Kontakte und Ortstermine, unter anderem mit dem Oberbürgermeister, zu dem Thema gegeben. Wie geht es nun weiter an der Nassenkampstraße? Die Stadtpressestelle listet auf Anfrage unserer Zeitung mehrere Punkte auf. So ist nach diesen Angaben nun eine Kastenbrücke geplant, um die Garagen an die Nassenkampstraße anzubinden. Dafür, so die Stadtpressestelle weiter, sei allerdings noch ein Antrag der betroffenen Eigentümergemeinschaft nötig.

Die mit zuständige WBO ergänzt: Die Nassenkampstraße selbst soll mit dem Bau der Brücken verbreitert werden. Der Zwischenraum zwischen der Straße und einer Zaunanlage am Nassenkampgraben werde dafür mit Rasengittersteinen befestigt, so dass diese Fahrbahnverbreiterung praktisch umsetzbar ist.

Pläne liegen der Stadt vor

Die WBO erklärt, dass die Pläne für die Brücke der Stadt vorliegen: „Nachdem die Stadt der WBO das grundsätzliche Einverständnis zur vorgelegten Planung mitteilt, wird die Ausführungsplanung terminiert an eine Ausschreibung erstellt.“ Es gibt also für Wilhelm Timmermann und sein Anliegen nach zügiger Straßenverbreiterung durchaus Hoffnung, auch wenn jetzt offenbar alles vom besagten Antrag der Eigentümergemeinschaft abhängen soll, damit die Planer und Straßenbauer konkret tätig werden können. Noch im Sommer 2016 sei beim Gespräch mit dem Oberbürgermeister von einem solchen Antrag keine Rede gewesen, unterstreicht Wilhelm Timmermann.

Auf eine zügige Lösung hofft auch Landwirt Jürgen Kisters, der mit seinem Trecker über die Nassenkampstraße zur angrenzenden, 15 000 Quadratmeter großen Wiese gelangen möchte, die er seit Jahren gepachtet hat. Vor der Baumaßnahme war die Nassenkampstraße ausreichend breit, da war die Zufahrt problemlos möglich. Jetzt sind es nur noch 2,60 Meter: kein Durchkommen. Nötig und möglich, so Wilhelm Timmermann, sei eine Straßenbreite von 3,80 bzw. 3,92 Meter. So sei es seinerzeit vor der Baumaßnahme von Politik und Verwaltung fest zugesagt worden.

>> VIELFACH DISKUTIERT

Auch der Landschaftsbeirat und die Bezirksvertretung Sterkrade haben sich bereits mit dem Schmalspurausbau der Nassenkampstraße befasst.


Vor der Baumaßnahme war die Straße dort vier Meter breit.


Beim Ortstermin mit unserer Zeitung ergab die Messung im Einfahrtsbereich Nähe Waldhuckstraße: 2,60 Meter.

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