Spielplätze

Bürger setzen sich engagiert für ihre Spielplätze ein

Im September 2016 fand eine Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Spielplatzes an der Gartenstraße in Sterkrade-Mitte zum Quartiersplatz statt.

Foto: Christoph Wojtyczka

Im September 2016 fand eine Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Spielplatzes an der Gartenstraße in Sterkrade-Mitte zum Quartiersplatz statt. Foto: Christoph Wojtyczka

oberhausen.  Die Stadt wollte 80 000 Euro an jährlichen Unterhaltungskosten einsparen. indem sie Spielplätze schließt. Doch die Anwohner wehrten sich.

Sieben städtische Spielplätze, davon fünf in Sterkrade und zwei in Osterfeld, sollen gemäß einem Sparbeschluss des Rates von 2012 aufgegeben werden. Von der Schließung eines dritten Spielplatzes in Osterfeld und drei weiterer in Sterkrade wird dagegen nach den Ergebnissen der durchgeführten Bürgerbeteiligungen abgesehen. So lautet der Vorschlag der Stadtverwaltung. Die Beratung darüber wurde aber von der Bezirksvertretung Sterkrade vor der Sommerpause vertagt.

Durch die Stilllegungen sollen die Un­terhaltungskosten für diese Plätze eingespart werden. In Osterfeld hat die Bürgerbeteiligung aber ergeben, dass der ebenfalls zur Schließung vorgesehene Platz Am Haferkamp (Vondern) erhalten wer­den soll. Gegen den Rückbau an Mergel- und Elpenbachstraße gab es dagegen, so die Verwaltung, keine Einwände. Im Fall Mergelstraße (Volksgarten), also im Wald, bliebe der Wald selbst ja als Spielfläche erhalten, zumal andere Spielplätze dort aufgewertet werden sollen. Beim Bolzplatz Elpenbachstraße (Klosterhardt) gebe es, so die Verwaltung, kein eindeutiges Bürgervotum. Da es in unmittelbarer Nachbarschaft zwei Kunstrasenplätze gebe, sei er verzichtbar.

Denn im Gegenzug ist aus Fördermitteln geplant, die Spielplätze Ziegelstraße (Heide) und Giesbertstraße (Osterfeld-Mitte) zu sanieren, ferner den Spielplatz an der Elpenbachstraße, der nicht Bolzplatz ist.

Damit gäbe es in Osterfeld statt heute 22 künftig noch 20 öffentliche Spielplätze.

Künftig 41 Spielplätze in Sterkrade

In Sterkrade gibt es zur Zeit 46 öffentliche Spielplätze. Wenn die politischen Gremien die Vorschläge so akzeptieren, werden es künftig noch 41 sein. Denn an der Bachstraße und in der Emscherau (Bolzplatz), beide in Buschhausen, habe es keine Einwände der Bürger gegeben. An der Bürgerbeteiligung zur Tonderner Straße in Sterkrade-Ost habe niemand teilgenommen. In allen drei Fällen stünden die Freiflächen selbst weiter zur Verfügung, nur nicht mehr als speziell ausgestattete Spielplätze.

Im Gegenzug sollen aus Fördermitteln in Sterkrade-Mitte der Spielplatz an der Friedrichstraße zu einem Quartiersplatz fortentwickelt und der an der Tirpitzstraße sowie der Platz am Teich im Volkspark erneuert werden.

Aus städtischen Mitteln ist das mittelfristig an der Gudrunstraße (Buschhausen), an Wolfstraße/Ecke Weseler Straße (Dunkelschlag), Am Ziegelkamp (Alsfeld) und an der Roßbachstraße (Schwarze Heide) ebenfalls vorgesehen.

Bürger votieren unterschiedlich

In Sterkrade-Nord, berichtet die Verwaltung, habe es bei den dortigen Bürgerbeteiligungen Widerstände gegen die Stilllegungen der Plätze Römerwall (Barmingholten), Graf-von-der-Mark-Straße (Hol­ten) und Uhlensterz (Walsumermark) gegeben.

Sie sollen daher bestehen bleiben. Nicht so bei den Spielplätzen Eimersweg (Walsumermark) und Oranien-/Ecke Norbertstraße (Schmachtendorf), wo es keine Einwände gegeben habe. Am Eimersweg würde die Fläche in die dortige Waldfläche einbezogen. An der Norbertstraße befinde sich noch ein Ballspielplatz.

Saniert werden sollen mittelfristig die Spielplätze Falkestraße/ Ecke Elsterstraße (Königshardt), Am Römerwall sowie am Ebereschenweg (Walsumermark).

>>INFO: SPARZIEL WIRD BEI WEITEM VERFEHLT

2012 war vorgesehen, durch die Schließung von Spielplätzen, die aufgrund des Bevölkerungsrückgangs und der Überalterung der Bevölkerung nicht mehr benötigt werden, stadtweit jährlich 80 000 Euro an Unterhaltungskosten einzusparen. Zugrunde gelegt hat die Verwaltung ihren Vorschlägen eine genaue Analyse der Bevölkerungsentwicklung, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Allein im Norden der Stadt würde auf die Schließung in vier von elf Fällen verzichtet. Stadtweit bedeutet das, dass nur noch eine jährliche Einsparung von 45 000 Euro erreicht wird.

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