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Die eigene Beerdigung planen – Gemeinde bietet Hilfe

Haben die Internetseite konzipiert:Detlef Mielke, Ruth Levin, Verena Altena, Claudia Mielke und Karin Gisbers (von links).  

Foto: EKGKS

Haben die Internetseite konzipiert:Detlef Mielke, Ruth Levin, Verena Altena, Claudia Mielke und Karin Gisbers (von links).   Foto: EKGKS

Oberhausen.   Die Evangelische Kirchengemeinde Königshardt-Schmachtendorf hat in Oberhausen ein ganz besonderes Internet-Projekt verwirklicht.

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Die eigene Beerdigung zu planen und vorzubereiten – für viele Menschen ist das ein befremdlicher, wenn nicht gar erschreckender Gedanke. Aber genau dazu lädt die evangelische Kirchengemeinde Königshardt-Schmachtendorf mit ihrem neuen Angebot ein. Auf der Internetseite www.ev-friedhof-ks.de bietet sie den Menschen in ihrer Gemeinde Orientierung und Informationen rund um das Thema Friedhof und Bestattung.

Das neue Internetportal informiert dabei nicht nur detailliert über mögliche Grabformen, die auf den beiden Evangelischen Friedhöfen am Buchenweg und an der Forststraße vorgehalten werden (Wahlgräber, Reihengräber, Urnenstelen). Darüber hinaus will der Öffentlichkeitsausschuss der Gemeinde, auf dessen Initiative die Homepage entstanden ist, auch Orientierung und Hilfestellung zu Bestattung und Trauer geben. Wie kann meine Kirchengemeinde mich im Sterbe- und Trauerfall unterstützen? Welche traurigen Pflichten und Formalitäten sind zu erfüllen? Welche Dokumente sind im Sterbefall erforderlich?

Angehörige sind oft überfordert

Auf solche Fragen finden Interessierte auf den Seiten eine Antwort. Und nicht zuletzt werden auch die Kontakte zu den verschiedenen Ansprechpartnern wie Friedhofsgärtnern, Pfarrern oder Mitarbeitern des Friedhofsamtes benannt.

„Wenn der Trauerfall eintritt, müssen Angehörige in kurzer Zeit viele Entscheidungen treffen“, erklärt Pfarrerin Ruth Levin, die in der Kirchengemeinde den Öffentlichkeitsausschuss leitet. „Viele Angehörige fühlen sich damit überfordert. Oder sie treffen Entscheidungen, die sie hinterher bereuen.“

Wenn sich Menschen aber schon zu Lebzeiten informierten und zusammen mit der Familie oder Freunden besprechen würden, wo und wie sie sich ihre Beerdigung wünschten, dann sei das – wenn der Tod dann eintritt – oft eine große Entlastung für die Angehörigen. „Darum wollen wir den Menschen die Informationen liefern, die sie brauchen, wenn sie zu Lebzeiten in Ruhe planen wollen, was ihnen für ihre letzte Reise wichtig ist.“

Zur Erstellung des neuen Internetangebotes konnte der Öffentlichkeitsausschuss dann die Potenziale nutzen, die in der Gemeinde vorhanden sind – und sie haben sich allesamt ehrenamtlich eingebracht: Karin Gisbers, Claudia und Detlef Mielke – drei passionierte Hobbyfotografen – sind im Frühjahr einen ganzen Tag über die beiden Friedhöfe gezogen und haben mit einem sehr guten Blick für schöne Details sehenswerte Motive fotografiert.

Ansprechende Gestaltung

Ruth Levin hat mit viel Gespür für die Situation der Betroffenen die Texte verfasst und Verena Altena hat in vielen Stunden die rund 70 Seiten des Portals grafisch ansprechend und benutzerfreundlich gestaltet. „Es war einfach toll zu sehen, mit wie viel Engagement, Ausdauer und Liebe zum Detail Verena Altena ans Werk gegangen ist. Das zeigt sich auch im Ergebnis“, freut sich Ruth Levin.

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