Schulprojekt

Festwoche am „Bertha“ in Oberhausen würdigt Grundgesetz

Am Montag begann die Projektwoche am Bertha-von-Suttner-Gymnasium zu 70 Jahre Grundgesetz – viele Aktionen sind geplant.

Am Montag begann die Projektwoche am Bertha-von-Suttner-Gymnasium zu 70 Jahre Grundgesetz – viele Aktionen sind geplant.

Foto: BvS-Gymnasium

Oberhausen.   Die Grundrechte sind Bertha-von-Suttner-Gymnasium jetzt allgegenwärtig – sogar an Treppen, Fenstern, Türen. Eine Festwoche macht’s möglich.

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Seit dem 23. Mai 1949 ist das Grundgesetz die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und dieses Datum jährt sich in diesem Jahr zum 70. Mal. Das Grundgesetz beginnt mit dem Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Diese Worte und das gesamte Grundgesetz sind als Antwort auf die Schrecken des Nationalsozialismus zu verstehen.

Am Bertha-von-Suttner-Gymnasium wird 70. Jahrestag des Grundgesetzes mit einer Festwoche gewürdigt (20. bis 27. Mai), von der Antifa-AG der Schule unter Unterstützung von Bertha cares (Sozial AG) durchgeführt.

Vielfältige Programmpunkte

Eine Woche lang soll das Grundgesetz am „Bertha“ lebendig werden. In vielfältigen Aktionen werden die Schülerinnen und Schüler vor allem mit den ersten 19 Artikeln, also den Grundrechten, vertraut gemacht. So sind die Grundrechte im Gebäude allgegenwärtig, sie kleben an Treppen, Fenstern und Türen.

Der Kunst-Grundkurs hat sich mit dem Thema beschäftigt und Installationen und Gemälde angefertigt, die auch im Schulgebäude ausgestellt sind. Die Geschichtskurse der Jahrgangsstufe 9 haben eine Ausstellung zur Entstehung des Grundgesetzes erstellt, auch die ist im Eingangsbereich der Schule zu sehen. Alle sind eingeladen, sich dies persönlich im Foyer der Schule anzugucken und dabei direkt auch ein persönliches Exemplar des Grundgesetzes mitzunehmen.

Auftakt mit einer gemeinsamen Aktion

Gestartet ist die Woche am Montag mit einer gemeinsamen Aktion aller Schülerinnen und Schüler der Schule. Die Aufgabe war es, eine Buchseite zu einem der Grundgesetze zu gestalten. Es durfte geklebt, gebastelt, gemalt, geschrieben… werden. Viele dieser Buchseiten hängen nun ebenfalls in der Schule aus.

Stellvertretender Schulleiter und Antifa-AG-Leiter Stefan Schubert: „Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen vieles für selbstverständlich, was im Grundgesetz steht, was toll ist, aber ihnen sollte auch klar sein, dass so etwas eben nicht selbstverständlich ist und auch in Deutschland keineswegs immer selbstverständlich war.“

Konzert des syrischen Pianisten Aeham Achmad

Aus diesem Grund schließt die Woche am 27. Mai auch um 19 Uhr in der Aula mit einem Konzert des syrischen Pianisten Aeham Achmad, der erlebt hat, was es bedeutet in einem Land zu leben, in dem die Grundrechte nicht gelten und Freunde auf einmal im Gefängnis verschwinden können. Organisiert wird das Konzert von WiO (Willkommen in Oberhausen) und der Schule.

Achmad ist bereits zum zweiten Mal am „Bertha“. Morgens wird es ein Konzert für die Schülerinnen und Schüler der Schule geben und abends für die Öffentlichkeit. Beim letzten Konzert im vergangenen Jahr war dieser Besuch noch lange danach in den Köpfen der Besucher. Janina Franke, Antifa-AG-Mitglied und Schülerin der Q2: „Durch seine Erzählungen wurde einem wieder vor Augen geführt, wie man auch leben könnte und das Friede und Sicherheit, die durch das Grundgesetz gewährleistet werden, etwas sind, das sich zu schützen lohnt.“

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