Einsatzübung

Freiwillige Helfer proben im Stadtnorden Feuerwehr-Ernstfall

Gemeinsam üben die Freiwilligen Feuerwehren Sterkrade und Königshardt in der ehemaligen Tackenbergschule den Ernstfall.

Foto: Kerstin Bögeholz

Gemeinsam üben die Freiwilligen Feuerwehren Sterkrade und Königshardt in der ehemaligen Tackenbergschule den Ernstfall. Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEN.   Unter realen Bedingungen trainierten 40 Aktive aus Sterkrade und Königshardt in der Tackenbergschule, kühlen Kopf und Überblick zu bewahren.

Ein Feuer lodert im ersten Stock des verlassenen Schulgebäudes, dichter Rauch steigt auf, es sind vereinzelte Hilferufe zu hören. Schon bald treffen Feuerwehrwagen ein. Feuerwehrmänner steigen aus, setzen Atemmasken auf, rollen Schläuche aus. Eine Leiter wird ausgefahren, eine Tür aufgebrochen. Das Szenario, das sich am Montagabend an der ehemaligen Tackenbergschule abspielt, wirkt erschreckend echt. In Gefahr ist aber glücklicherweise niemand, denn es handelt sich um eine Feuerwehrübung.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Sterkrade und Königshardt trainieren regelmäßig, um im Ernstfall bestens vorbereitet zu sein. Dieses Mal steht für beide Einheiten eine gemeinsame Großübung an. „Wir simulieren den Fall, dass die Berufsfeuerwehr durch einen anderen Einsatz gebunden ist“, erklärt Detlef Heweling, Zugführer der Freiwilligen Wehr Sterkrade. Dann ist die Hilfe der Ehrenamtler unverzichtbar.

Zu Übungszwecken inszenieren die Lebensretter deshalb immer wieder Notfallsituationen. Der Einsatz an der Tackenbergschule ist für sie besonders knifflig: „Jedes Objekt ist anders. Dieses hier ist aufgrund seiner Größe besonders“, erklärt Heweling. Das alte Schulgebäude an der Dinnendahlstraße diente zuletzt als Flüchtlingsunterkunft und steht nun leer. Denkbar, dass Obdachlose sich in kalten Nächten Zugang verschaffen. Genau diesen Fall simulieren die Feuerwehrmänner jetzt.

Systematisch vorgehen

Gegen 19 Uhr ging der Notruf auf den Feuerwachen Sterkrade und Königshardt ein. Kurze Zeit später treffen zunächst die Retter aus dem benachbarten Sterkrade am Einsatzort ein. Immer verfolgt von den aufmerksamen Blicken der Kollegen der Berufsfeuerweh gelangen sie ins Innere des Gebäudes. Systematisch suchen sie das Objekt ab und befreien die Eingeschlossenen, die von Kollegen und durch Puppen dargestellt werden.

Obwohl fast 40 ehrenamtliche Retter vor Ort sind, dauern einige Handgriffe länger als erwartet. Das liegt, so Heweling, vor allem an der Größe des Gebäudes und am zeitverzögerten Eintreffen der Einheiten am Einsatzort: „Das könnte schneller gehen, ist aber dem Personalmangel geschuldet.“

Jörg Lange-Hegermann von der Oberhausener Berufsfeuerwehr ist mit der Arbeit seiner ehrenamtlichen Kollegen zufrieden: „Dass es etwas schleppend anläuft, ist für eine Übung ganz normal.“ Wichtig sei, dass alle im Gebäude befindlichen Personen gerettet wurden.

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