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Grundschule in Schmachtendorf bleibt christlich geprägt

Die Schulzusammenlegung in Schmachtendorf wird 2018 wirksam.

Foto: Christoph Wojtyczka

Die Schulzusammenlegung in Schmachtendorf wird 2018 wirksam. Foto: Christoph Wojtyczka

OBERHAUSEN.   Schulamtsdirektorin und Stadt unterstreichen mit Blick auf Fusion in Schmachtendorf: „Ein christlich-integrativer Schwerpunkt bleibt erhalten“.

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Wenn die neue städtische Gemeinschaftsgrundschule an der Oranienstraße in Schmachtendorf 2018 ihre Arbeit aufnimmt, wird sich deren Arbeit an einem christlich-integrativen Schwerpunkt orientieren. Beide Schulkonferenzen arbeiten derzeit weiterhin an dieser Ausrichtung im künftigen pädagogischen Profil.

Darauf weist Schulamtsdirektorin Silke vom Bruch in einer aktuellen Pressemitteilung hin. Grundsätzlich sei der Sachverhalt richtig, dass die neue Schule, die aus der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Schmachtendorf und der katholischen Dunkelschlagschule entsteht, eine Gemeinschaftsgrundschule werde, ergänzt die Schulamtsdirektorin mit Blick auf die jüngste Berichterstattung unserer Zeitung. Es könne aber keine Rede davon sein, dass die Schule nun ihre christliche Ausrichtung verliere.

Mit christlich-integrativem Schwerpunkt

Richtig sei, dass es keine katholische Ausrichtung mehr gibt. Schulamtsdirektorin Silke vom Bruch unterstreicht: „Das Leitbild aber bleibt weiterhin für die neue Gemeinschaftsschule bestehen: Die Schulkonferenzen beider Standorte haben sich auf einen christlich- integrativen Schwerpunkt geeinigt und arbeiten auch weiterhin gemeinsam an dieser Neuorientierung im Schulprogramm.“

Um die neue Schule auf einen guten Weg zu bringen, ist der Schulamtsdirektorin nach eigener Auskunft „sehr daran gelegen, dies auch weiterhin in den Mittelpunkt zu stellen“, denn die Aussage, die christliche Ausrichtung sei vom Tisch, entbehre jeder Grundlage und wirke kontraproduktiv auf die weitere gemeinsame Arbeit der Schulen.

Dem christlichen Glauben verpflichtet

Entsprechend argumentiert auch die Stadt Oberhausen in einer aktuellen Stellungnahme zu diesem Thema. Nach der Landesverfassung von Nordrhein-Westfalen und dem Schulgesetz NRW seien alle Schularten dem christlichen Glauben verpflichtet. In der Landesverfassung sei eindeutig festgelegt, dass „Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken … vornehmstes Ziel der Erziehung ist“.

Weiterhin sei dort ausgeführt, dass „in Gemeinschaftsschulen… Kinder auf der Grundlage christlicher Bildungs- und Kulturwerte in Offenheit für die christlichen Bekenntnisse und für andere religiöse und weltanschauliche Überzeugungen gemeinsam unterrichtet und erzogen werden“. Im Schulgesetz NRW werde zudem weiterhin geregelt, „dass Lehrerinnen und Lehrer in eigener Verantwortung lehren, das aber im Rahmen des Erziehungsauftrages der Landesverfassung erfolgen muss“.

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