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Leibniz-Eltern kämpfen gegen Zweigstandort

Das Gebäude der Leibniz-Gesamtschule an der Hamborner Straße.

Foto: Lars Fröhlich

Das Gebäude der Leibniz-Gesamtschule an der Hamborner Straße. Foto: Lars Fröhlich

DUISBURG-Hamborn.  Die Gesamtschule an der Hamborner Straße soll eine Nebenstelle an der Reichenberger Straße erhalten. Dagegen laufen die Elternvertreter Sturm

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Um den Mangel an Schulraum für eine steigende Schülerzahl zu beheben, plant die Stadtverwaltung den Ausbau der Kapazitäten. Schon bevor die Pläne für die Schulraumerweiterung am Donnerstag in der Bezirksvertretung Hamborn (BV) beraten werden konnten, organisierte sich energischer Widerstand in der Leibniz-Gesamtschule.

„Wir wollen keinen Zweigstandort in der ehemaligen Comenius-Hauptschule, sondern eine Erweiterung durch einen Neubau auf dem Schulgelände“, betont Marc Buchholz, Vorsitzender der Elternvertretung. Nach Bekanntwerden der Vorlage für die politische Beratung organisierte er eine Sitzung der Schulpflegschaft, an der am vergangenen Dienstag auch Vertreter der BV-Fraktionen teilnahmen.

Im Beisein der Bezirkspolitiker machte die Schule erneut ihre Bedenken gegen die Pläne der Verwaltung deutlich, die nach ihrer Ansicht organisatorisch wie pädagogisch suboptimal sind für Duisburgs größte Schule und zudem teurer kommen als ein Neubau.

Um das Wachstum der Schule von sechs auf künftig sieben Züge zu bewältigen, sollen kurzfristig vier mobile Klasseneinheiten auf dem Schulgelände aufgestellt werden, außerdem will die Verwaltung die Tauglichkeit der etwa einen Kilometer entfernten Comenius-Hauptschule an der Reichenberger Straße als Teilstandort prüfen lassen. Sie läuft im Sommer aus. „Wir sind erstaunt über die Vorlage, denn die Schulkonferenz hat bereits 2017 im Beisein von Amtsleiter Ralph Kalveram einen Beschluss gegen die Einrichtung ei­nes Teilstandortes ge­fasst“, erinnert Marc Buchholz.

Abtei-Grundschule benötigt Raum

Die Immobilie Comenius-Schule sei ungeeignet als Zweigstelle der Gesamtschule, weil das Gebäude zu klein sei, um auch nur einen siebenzügigen Jahrgang unter zu bringen.

Im übrigen müssten neben der fälligen Sanierung auch noch zusätzlich Fachräume, etwa für den naturwissenschaftlichen Unterricht, eingerichtet werden. Ein teures Unterfangen, warnen die Elternvertreter: „Wir fordern deshalb die Verwaltung auf, nicht nur die Einrichtung eines Teilstandortes zu prüfen, sondern auch die Kosten für einen Neubau auf dem Schulgelände zu berechnen.“

Teil der Überlegungen war auch die Abteischule, die Städtische katholische Grundschule an der Jägerstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft der Gesamtschule. Auch sie benötigt zusätzlichen Raum, weil ihre Schülerzahl steigt, wird zudem umfangreich saniert. Als mögliche Variante wurde ein Standort-Tausch erwogen. Danach wäre sie komplett in eine sanierte Comenius-Hauptschule gezogen und die Gesamtschule hätte das aktuelle Abteischul-Gebäude nach Re­novierung nutzen können. Doch damit konnte sich offenbar auch die Abteischule nicht anfreunden. Nun befindet sie sich gar nicht auf der Liste der 23 Erweiterungsprojekte. Wenn aber der Vorschlag zum Tragen komme, die Comenius-Hauptschule als Teilstandort der Gesamtschule einzurichten, „wo bleiben dann die Schüler der Abteischule während der Sanierung und Erweiterung ihres -Gebäudes“, fragen sich die Elternvertreter der Gesamtschule.

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