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Talentscouts sind an der Gesamtschule Weierheide unterwegs

Talentscout-Plakette übergeben: Schulleiterin Doris Sawallich (links) Projekt-Koordinatorin Kerstin Franz; im Hintergrund die Schüler Marvin, Melani und Lukas sowie die Lehrerinnen Kerstin Menning und Ute Rühl.

Foto: Tom Thöne

Talentscout-Plakette übergeben: Schulleiterin Doris Sawallich (links) Projekt-Koordinatorin Kerstin Franz; im Hintergrund die Schüler Marvin, Melani und Lukas sowie die Lehrerinnen Kerstin Menning und Ute Rühl. Foto: Tom Thöne

OBERHAUSEn.   Die Hochschule Ruhr West (HRW) ist jetzt regelmäßig an der Gesamtschule Weierheide präsent – auf der Suche nach Talenten.

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Eine wegweisende Form der Zusammenarbeit haben die Gesamtschule Weierheide und die Hochschule Ruhr West (HRW) vereinbart – die Schule in Sterkrade ist nun ein offizieller Talentscout-Standort und setzt damit ein besonderes Zeichen in der zielgerichteten Förderung junger Menschen.

Jetzt wurde die entsprechende Plakette an der Gesamtschule Weierheide überreicht. Schulleiterin Doris Sawallich skizziert den aktuellen Projektstand: Regelmäßig kommt es zu Besuchen der Talentscouts, und es finden auch Gegenbesuche der Schüler an der Hochschule statt. Fast 30 Schülerinnen und Schüler hätten inzwischen die Beratung aufgesucht und seien begeistert, wie individuell diese Gespräche erfolgten.

Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit angelegt

„Mir hat der Talentscout sehr weitergeholfen. Ich war mir sehr unsicher, was ich nach meinem Abitur machen soll“, sagt zum Beispiel Lukas Eberth, Jahrgangsstufe 13. „Der Talentscout hat mich bei der Auswahl eines möglichen Studiums sehr unterstützt und mich in meinem Vorhaben bestärkt, ein Auslandsjahr zu leisten.“

Was kann ich? Was will ich? Welche Möglichkeiten habe ich? Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit angelegt: Die Begleitung der Schüler durch die Talentscouts erfolgt im Falle des Falles auch über die Schulzeit hinaus.

Zielgruppe sind für die Talentscouts vor allem jene Schüler, deren Eltern keine Universität oder Hochschule besucht haben und so oftmals die vielen Fragen ihrer Kinder hinsichtlich eines Studiums nicht aus eigener Erfahrung beantworten können. Aber auch Schüler aus Akademikerfamilien greifen nach den Erfahrungen der Projekt-Initiatoren gerne auf die Beratung durch die Talentscouts zurück. Schließlich haben sich die Hochschulen und Universitäten in den letzten Jahrzehnten massiv verändert und in vielerlei Hinsicht (Studienorganisation, Abschlüsse) weiterentwickelt.

„Erst einmal zuhören“

Die Koordinatorin des Talentscoutings an der Hochschule Ruhr West, Kerstin Franz, überreichte jetzt die Plakette an Schulleiterin Doris Sawallich, nachdem im Dezember bereits der Kooperationsvertrag mit der Hochschule unterzeichnet worden war.

Auch Gesamtschul-Oberstufenleiterin Ute Rühl und die Koordinatorin der Studien- und Berufsorientierung, Kerstin Menning, freuen sich, dass das Programm inzwischen so erfolgreich in der Schule gestartet ist.

„Individuelle Anliegen ernst nehmen“

„Man muss die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Anliegen ernst nehmen und ihnen erst einmal zuhören“, unterstreicht Schulleiterin Sawallich. Marvin Kuczera aus der Jahrgangsstufe 13 sieht es ganz genauso: „Ich finde den Talentscout sehr hilfreich, da er mir Ausbildungsmöglichkeiten aufgezeigt hat, die mir noch gar nicht bewusst waren.“

Melani Krampf, ebenfalls Jahrgangsstufe 13, sagt: „Der Talentscout hat mir sehr geholfen, da ich mit einer großen Unsicherheit über meinen Weg nach dem Abitur in die Beratungsgespräche gegangen bin und mit vielen geklärten Fragen aus dem Raum ging. Kerstin Franz hat sich viel Zeit für mich genommen und ist auf Interessen und Ziele genau eingegangen.“

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