RADVERKEHR

Teutoburger Straße soll fahrradfreundlich werden

Osterfeld/Sterkrade.   Sie erhält auf 2,4 Kilometern Länge Radfahr- und Fahrradschutzstreifen. Aber das war in den Bezirksvertretungen durchaus umstritten.

Von der Förderung des Radverkehrs erhoffen sich Stadtplaner und Umweltschützer Entlastung für belastete Städte. In Oberhausen kommt der Teutoburger Straße die Rolle einer bedeutenden Ost-West-Verbindung zu. Sie soll nach den Sommerferien in drei bis fünf Monaten für Radler neu markiert werden. Die Kosten dafür schlagen mit rund 200 000 Euro zu Buche. In den Bezirksvertretungen Osterfeld und Sterkrade gab es dazu Diskussionsbedarf.

Geplant ist, sie fast vollständig von der Einmündung Dreilinden (Sterkrade) auf 2,4 Kilometern Länge bis zum Kreisverkehr an der Stadtgrenze zu Bottrop (Osterfeld) mit Radfahrstreifen zu versehen. Eine teils 14 Meter breite Fahrbahn macht es möglich. Die Streifen sind auf jeder Seite bis zu 2,50 Meter breit. Nur in Gegenrichtung fehlt bis zur Einmündung Heimstraße der Platz. Dort muss ein Fahrradschutzstreifen genügen. Von Heim- bis Elly-Heuss-Knapp-Straße bekommt auch die Nordseite der Straße den Radfahrstreifen. Von da an soll der Radler weiterhin den separaten Weg befahren. Im übrigen können die anderen separaten Radwege künftig als Fußwege benutzt werden.

Mit Radaufstellstreifen

Wo an Seitenstraßen separate Linksabbiegerspuren sind, werden vor der Ampel Radaufstellstreifen angelegt. Zwischen den Einmündungen von Bergstraße und Rothebuschstraße entfallen allerdings am nördlichen Fahrbahnrand durch die neuen Markierungen bis zu 25 Pkw-Stellplätze.

In der Bezirksvertretung Osterfeld gab Hermann Wischermann (CDU) zu bedenken, die Einzelhändler würden doch durch den Fortfall der Parkplätze benachteiligt. Für Stefan Zimkeit (SPD) überwogen dagegen die positiven Aspekte der Planung. Bezirksbürgermeister Thomas Krey (SPD) äußerte den Wunsch, die Pläne dort noch einmal zu überprüfen. „Notfalls müssen bauliche Veränderungen durchgeführt werden, auch wenn zusätzliche Kosten entstehen“, ergänzte Wischermann. Man könne es sich nicht leisten, deswegen die Bürger dort gegen sich aufzubringen. „Vielleicht kann man es aus Mitteln für 2019 finanzieren“, regte Zimkeit an. Beigeordnete Sabine Lauxen sagte zu, das entsprechend zu prüfen.

Für Sportvereine wurde umgeplant

In Sterkrade stellte Holger Ingendoh (CDU) den Sinn des Ausbaus ganz in Frage. „Dort ist es wegen des starken Gefälles nicht schön, radzufahren“, gab er zu bedenken. Man sollte eine Alternative, weg von dieser Hauptstraße, wählen. Aber Sebastian Girrullis (Grüne) hielt dagegen, ganz ohne Hauptstraße gehe das mit dem Radverkehr nicht. Es würden ja nur Markierungen angebracht. Was die Alternative Parkplätze oder Radmarkierungen angeht, regte Ingendoh eine Bürgerbeteiligung an. Stadtverordneter Klaus Kösling (SPD) wusste, nach der ursprünglichen Planung wären noch viel mehr als 25 Stellplätze entfallen. Auf Drängen der dortigen Sportvereine sei schon einmal umgeplant worden. Mit dieser Zahl auf 2,4 Kilometern Länge könne man leben. Sie ließen sich problemlos ausgleichen, wenn dort angesiedelte Firmen auf ihrem Gelände mehr Parkplätze schaffen würden.

Sabine Janclas von der Stadtverwaltung erklärte dazu, nur auf Osterfelder Gebiet würden Stellplätze entfallen. Im übrigen sei die Teutoburger Straße Bestandteil des im Aufbau befindlichen Fernwegenetzes für Radfahrer.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben