AUTOBAHNKREUZ

Über 4000 Unterschriften für naturverträglichen Ausbau

Aus den Händen von Jörk Lutz und Cornelia Schiemanowski nahm OB Daniel Schranz die Unterschriften entgegen.

Foto: Gerd Wallhorn

Aus den Händen von Jörk Lutz und Cornelia Schiemanowski nahm OB Daniel Schranz die Unterschriften entgegen. Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Kurz vor der Ratssitzung überreichten die Bürgerinitiative Dunkelschlag und die Naturschutzverbände über 4000 Unterschriften an OB Schranz.

Die Bürgerinitiative Sterkrader Wald Süd West (Dunkelschlag) und die Oberhausener Naturschutzverbände haben am Montag über 4000 Unterschriften für einen möglichst naturverträglichen Ausbau des Oberhausener Autobahnkreuzes an Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU) überreicht. Die Unterschriften wurden in den letzten Monaten bei verschiedenen Info-Aktionen gesammelt.

Die Bürgerinitiative, der Naturschutzbund (Nabu), der BUND und die Landesgemeinschaft Naturschutz (LNU) fordern mit Blick auf ihre erfolgreiche Unterschriftensammlung den Oberbürgermeister, den Stadtrat und die Stadtverwaltung auf, die Forderung nach einem möglichst naturverträglichen Ausbau des Oberhausener Kreuzes zu unterstützen.

Landschaftsschutzgebiet soll unangetastet bleiben

Die wichtigste Forderung dabei ist: Der Sterkrader Wald soll als Natur- und Landschaftsschutzgebiet unangetastet bleiben, wenn es im nächsten Jahrzehnt zu einem Ausbau des Kreuzes von A 2, A 3 und A 516 kommt.

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, vor der Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens „in intensiven Verhandlungen mit der Landesstraßenbauverwaltung die Umsetzung der Forderungen nach Umwelt- und Naturschutz zu erreichen“.

Gespräch im NRW-Verkehrsministerium

Alle Planungsvarianten – auch jene, die die Bürgerinitiative vorgestellt hat – müssten neu geprüft werden; und alle Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzpflanzungen seien auf jeden Fall auf Oberhausener Stadtgebiet zu realisieren.

Für Dienstag, 14. Februar, ist unterdessen ein Gesprächstermin der Bürgerinitiative im Düsseldorfer Verkehrsministerium anberaumt, an dem für Straßen NRW auch Christoph Neumann, Abteilungsleiter Planung in der Regionalniederlassung Ruhr, teilnehmen wird. Bei diesem Gespräch wird es nochmals um die möglichen Ausbauvarianten gehen.

Für eine platzsparende Lösung

Straßen NRW favorisiert für die Verkehrsströme aus Richtung Köln in Richtung Arnheim eine kombinierte Brücken- und Tunnellösung. Die Bürgerinitiative Dunkelschlag plädiert dagegen für eine so genannte Bypass-Lösung für den Verkehr aus Richtung Süden in Richtung Niederlande, weil für eine solche Variante keine zusätzlichen Flächen des Sterkrader Waldes in Anspruch genommen werden müssten.

Eine ähnliche, platzsparende Ausbau-Lösung werde zum Beispiel am Kreuz Köln-West verwirklicht, so etwas müsse auch in Oberhausen möglich sein. Ergebnisse des Termins in Düsseldorf sollen zügig bekanntgegeben werden.

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