Stadtbild

Oberhausen: Bauruine im Knappenviertel doch gefährlich

Nur halb abgebrochen wurde das Haus Falkensteinstraße 317 im ersten Halbjahr 2019. Vom Juni an präsentierte es sich als Ruine.

Nur halb abgebrochen wurde das Haus Falkensteinstraße 317 im ersten Halbjahr 2019. Vom Juni an präsentierte es sich als Ruine.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Notfalls wird die Sicherung der Abbruchbaustelle an der Falkensteinstraße zwangsweise durchgesetzt. Den Abbruch kann die Stadt nicht erzwingen.

Noch im Spätsommer 2019 sah die Stadtverwaltung weder eine Möglichkeit, in Sachen der Bauruine Falkensteinstraße 317 im Knappenviertel einschreiten zu können, noch die Notwendigkeit. Eine Gefahrenquelle im amtlichen Sinne sei die Abbruchbaustelle nicht, hieß es damals. Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Auf Nachfrage der CDU in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen erklärte Baudezernent Frank Motschull, das Bauwerk sei bei einem Ortstermin im Januar nicht mehr genug gesichert gewesen. „Die Abbruchgenehmigung ist erloschen“, erklärte er.

Zur Zeit laufe eine Anhörung des Eigentümers wegen der Sicherheitsmängel. Eventuell müssten Ordnungsmaßnahmen ergriffen werden, etwa ein Zwangsgeld festgesetzt oder ein Unternehmen mit entsprechenden Arbeiten zu Lasten des Eigentümers beauftragt werden, eine sogenannte Ersatzvornahme. „Es darf keine Gefährdung davon ausgehen“, sagte Motschull.

Bis zu ein Jahr Unterbrechung möglich

Auf Wunsch der CDU hatte Motschull im Spätsommer berichtet. Danach ist die Abbruchgenehmigung für das Haus schon im Sommer 2017 erteilt worden. Nach damaligem Recht musste innerhalb von drei Jahren damit begonnen werden. Vor etwa einem Jahr liefen die ersten Arbeiten an dem Gebäude auch an. Seit Juni 2019 ruhten sie aber wieder, dürfen auch für bis zu ein Jahr unterbrochen werden.

Die Bezirksvertretung hatte seinerzeit die Stadtverwaltung darum gebeten, mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen, um auf ein zügiges Vorgehen hinzuwirken. Neuerdings muss der Abbruch solcher Häuser bei der Stadt gar nicht mehr beantragt werden, allenfalls die Erlaubnis dazu, den davor verlaufenden Gehweg währenddessen sperren zu dürfen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben