Crowdfunding

Oberhausen: Bürger finanzieren soziale Projekte selbst

Im Oktober 2019 stellte EVO-Projektleiterin Ronja Gloger die „Oberhausen Crowd“ vor.

Im Oktober 2019 stellte EVO-Projektleiterin Ronja Gloger die „Oberhausen Crowd“ vor.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Über die „Oberhausen Crowd“ können Vereine und Privatpersonen Spenden für soziale Projekte sammeln. Die Resonanz übertrifft die Erwartungen.

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Als Erfolgsmodell entpuppt sich die neue Crowdfunding-Plattform der Oberhausener Energieversorgung (EVO). Vereine, Institutionen und Privatpersonen können im Internet für ihre sozialen und gemeinnützigen Projekte um Spenden bitten. Und die Oberhausener Bürger spenden eifrig: Die Ziele werden nicht nur erreicht, sondern in vielen Fällen sogar übertroffen.

Das Ambulante Hospiz kann sich künftig stärker um Kinder von sterbenden oder kranken Angehörigen kümmern. „Herz über Kopf“ heißt das Projekt. 4000 Euro hätte das Ambulante Hospiz benötigt, um es zu realisieren – knapp 9000 Euro sind am Ende zusammengekommen. Mit der Summe finanziert das Ambulante Hospiz nun die Schulungen der Ehrenamtlichen für den Umgang mit trauernden Kindern. Außerdem können nun auch Ausflüge mit den Kindern bezahlt oder Spiele gekauft werden.

Seit Oktober bietet die EVO die Plattform oberhausen-crowd.de an. Den erfolgreichen Anfang machte damals unter anderem das Projekt „Kinderherzen“ des TuS Alstaden. Mehr als 3000 Euro für neue Kinder-Defibrillatoren kamen zusammen, gewünscht waren 2000 Euro. Die DJK Arminia Klosterhardt konnte dank der Spenden Winterjacken für die Jugendmannschaft kaufen, der St. Antonius-Kindergarten kann eine Bewegungsbaustelle für den Außenbereich bauen.

Aktuelles Spendengesuch: Die Sportgemeinschaft Oberhausen 92 will seine Mitgliederzahl erhöhen und dafür den Vereinsraum modernisieren. Der Aufruf endet am 14. Februar, doch schon jetzt (Stand: 14. Januar) sieht es ganz gut aus: Von gewünschten 1800 Euro sind 1744 Euro bereits zusammengekommen.

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