Diesel-Fahrverbot

Oberhausen erarbeitet Masterplan für Mobilität

Beim Dieselgipfel in Berlin traf Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Beim Dieselgipfel in Berlin traf Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Foto: Michael Kappeler/dpa

OBERHAUSEN.   Ergebnis des Dieselgipfels: Stadt Oberhausen erhält finanzielle Unterstützung, um Stickoxid-Werte zu senken. Die Höhe ist allerdings noch unklar

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Welcher Ort wäre passender, wenn man sich zu einem Gipfel trifft, als die Schweizer Botschaft? Dort tagte gestern Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz mit Kanzlerin Angela Merkel, geschäftsführenden Ministern und 29 Kommunenvertretern, um sich beim erneuten Dieselgipfel zu beraten. Insgesamt soll eine Milliarde Euro an die betroffenen Kommunen in Form von Fördermitteln ausgeschüttet werden, um die Stickoxid-Grenzüberschreitungen in den Griff zu bekommen.

Oberhausen will einen Masterplan zur emissionsfreien Mobilität entwickeln, in der vergangenen Woche habe sich die Stadt bereits beim Bund um Fördermittel beworben, erklärte gestern Oberbürgermeister Schranz gegenüber der Redaktion.

Wie hoch der Anteil Oberhausens an der Milliarde ist, ist noch unklar. Die Mittel werden unter anderem nach Betroffenheit und nach Wirksamkeit der Maßnahmen verteilt. Unter den betroffenen Städten, denen durch Gerichtsentscheidungen Verbote für Dieselfahrzeuge drohen, seien auch Kommunen, die den Stickoxidgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter um das Doppelte überschreiten würden, so Schranz. Oberhausen liege mit der Überschreitung um acht Mikrogramm im Mittelfeld. Daniel Schranz ist zwar froh, über die finanzielle Unterstützung, wünscht sich aber eine Verstetigung. Eine solche Fortschreibung der Mittel bis zum Jahr 2020 sei Bestandteil der Jamaika-Sondierung gewesen, erläutert Schranz nach dem Dieselgipfel.

Prinzipiell hätten die Kommunen gestern ausreichend Raum erhalten, um ihre Probleme darzulegen, das sei beim vergangenen Berliner Dieselgipfel im September nicht so gewesen.

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