Direkt am Krankenbett

Oberhausen: Helios eröffnet eigenen Therapeutischen Dienst

Alle für einen: Die Therapeuten des stationären Dienstes sorgen an der Helios St. Elisabeth Klinik in Oberhausen dafür, dass gerade auch ältere Patienten wieder zurück in ihre eigenen vier Wände können.

Alle für einen: Die Therapeuten des stationären Dienstes sorgen an der Helios St. Elisabeth Klinik in Oberhausen dafür, dass gerade auch ältere Patienten wieder zurück in ihre eigenen vier Wände können.

Foto: Helios

Oberhausen.  Nach Operationen oder Unfällen hilft die Helios St. Elisabeth Klinik ihren Patienten mit Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten auf die Beine.

Bei chronischen Schmerzen, nach Unfällen, Operationen oder Schlaganfall ist die Sorge gerade im Alter groß: Schaffe ich es zurück in meine eigenen vier Wände? Mit Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie helfen das Katholische Klinikum, das Evangelische Krankenhaus und die Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen ihren Patienten auf die Beine. Der Bedarf ist so groß, dass Helios zusätzlich zur Zusammenarbeit mit ambulanten Fachkräften einen stationären Therapeutischen Dienst eröffnete.

Seit Januar ist das zehnköpfige Team bereits im Einsatz, vor allem auf den Stationen: Geriatrie (Altersheilkunde), Schmerztherapie, Unfallchirurgie und Neurologie. „Auf unserer Station für Geriatrie bleiben die Patienten durchschnittlich 14 Tage, das gibt uns Zeit für gezielte Maßnahmen“, sagt Anja Lammerkamp, Leiterin des Therapeutischen Dienstes. Bei der ersten Visite durch die Ärzte stehen ihre Teammitglieder jetzt mit am Krankenbett. Möglichst schnell wird geklärt: „Welche Hilfsmittel werden benötigt? Welche Probleme liegen vor?“, beschreibt Lammerkamp.

Einmal wöchentlich sprechen Ärzte und Therapeuten über jeden einzelnen Patienten

Durch gezielte Kraft- und Koordinationsübungen fördern Physiotherapeuten Stoffwechsel und Durchblutung, korrigieren Fehlhaltungen, lindern Schmerzen. „Ziel der Ergotherapie ist es, durch Krankheit oder Unfall verlorene Fähigkeiten wieder zu erlangen, um mehr Selbständigkeit im Alltag zu erreichen“, führt Lammerkamp aus. Logopäden kämen zum Einsatz, um Kommunikations- oder Schluckstörungen zu verbessern.

„Aber wir sehen auch ganz genau hin, wie die Stimmung der Patienten ist, denn natürlich ist es nicht einfach zu verkraften, wenn man plötzlich nicht mehr so mobil ist.“ Dann sind die Psychologen gefragt. Die sind auch bei den einmal wöchentlich stattfindenden Konferenzen mit von der Partie, wenn Ärzte, Pflegekräfte, Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten sowie die Mitarbeiterin des Sozialdienstes über jeden einzelnen Fall sprechen.

Schwerpunkte der neuen Abteilung bilden die Arbeit mit geriatrischen Patienten sowie mit Schmerzpatienten. „Bei diesen Patientengruppen ist eine gezielte Bewegung fester Bestandteil der Behandlung“, betont Lammerkamp. 20 Therapieeinheiten insgesamt, zwei pro Tag, seien für diese Patienten eingeplant. „Aber natürlich sind wir auch für alle anderen da – egal, ob zur Stärkung nach einer Operation, zur Mobilisation auf der Intensivstation oder für eine Lymphdrainage.“

Ähnliche Angebote gibt es auch am EKO und am KKO

Auch das Evangelische Krankenhaus Oberhausen (EKO) und das Katholische Klinikum Oberhausen (KKO) sehen vor dem Hintergrund gerade einer älter werdenden Bevölkerung einen wachsenden Bedarf an zusätzlichen Hilfsangeboten. „Dazu gehören bei uns im Hause bereits seit vielen Jahren Logopädie und Physiotherapie für Kinder und Erwachsene, außerdem Psychotherapie und Ergotherapie sowie die Diabetikerschule für Kinder und Erwachsene“, erläutert EKO-Sprecherin Pia Voigt.

Einzigartig in Oberhausen verfüge das Katholische Klinikum Oberhausen über drei eigene Therapiezentren an allen KKO-Standorten. Darauf macht KKO-Sprecherin Annette Kary aufmerksam. „Unser interdisziplinäres Team des Reha-Zentrums, bestehend aus Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden, bietet ein umfangreiches und speziell auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittenes Therapieangebot.“

Patienten aus den Bereichen Kardiologie, Onkologie, Neurologie, Orthopädie/Unfallchirurgie und Geriatrie profitierten von der engen Verzahnung der akutmedizinischen und rehabilitativen Versorgung aus einer Hand. Kary ergänzt: „Vorteil für die Patienten: Direkt nach einem stationären Aufenthalt erfolgt die Anschlussbehandlung in unseren Einrichtungen.“

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