Bevölkerungsstatistik

Oberhausen muss mit deutlich weniger Einwohnern rechnen

Die Zahl der Einwohner wird nach Prognosen der Landesstatistiker in den nächsten 30 Jahren deutlich sinken.

Die Zahl der Einwohner wird nach Prognosen der Landesstatistiker in den nächsten 30 Jahren deutlich sinken.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Oberhausen wird in den kommenden rund 20 Jahren Tausende Bürger verlieren. Statistiker gehen von einem deutlichen Bevölkerungsrückgang aus.

Oberhausen wird in gut 30 Jahren nur noch 201.000 Einwohner haben – und verliert damit rund 10.000 Bürger. Das geht aus der neuesten Bevölkerungsstatistik und -Prognose des Landes NRW hervor. Exakt errechnen die Statistiker aufgrund von Prognose-Modellen einen Bevölkerungsschwund von 4,8 Prozent.

Ursache dafür sind die sinkende Zahl an Geburten und die steigende Zahl an Gestorbenen – dieser Unterschied beträgt immerhin zehn Prozent. Zudem gehen die Statistiker davon aus, dass fünf Prozent mehr Menschen nach Oberhausen ziehen als weggehen.

Elf kreisfreie Städte in NRW im Plus

Mit diesen Daten liegt Oberhausen im Ruhrgebiets-Trend. In 22 kreisfreien Städten und Kreisen von insgesamt 53 dagegen wächst die Bevölkerung von 2018 bis 2040. Darunter befinden sich elf kreisfreie Städte, sie verzeichnen die höchsten Zuwächse an Bürgern. Der größte Bevölkerungsanstieg wird mit +15,8 Prozent in Köln erwartet. Ähnlich hohe Zuwächse gibt es nach Angaben der Landesstatistiker von IT.NRW in Düsseldorf (+14,0 Prozent), Münster (+13,9 Prozent) und Bonn (+12,1 Prozent). Unter den Kreisen errechnen die Forscher im Rhein-Sieg-Kreis mit +6,0 Prozent das größte Bevölkerungswachstum, es folgen der Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Kreis Neuss (jeweils +5,7 Prozent) sowie die Städteregion Aachen (+2,7 Prozent).

Sauerland verliert am stärksten

Diesen wachsenden Regionen stehen 31 kreisfreie Städte und Kreise gegenüber, für die sich bis 2040 ein Rückgang der Bevölkerung abzeichnet. Darunter sind elf kreisfreie Städte. Der stärkste Bevölkerungsrückgang wird mit –12,6 Prozent im Märkischen Kreis erwartet. Es folgen der Hochsauerlandkreis (–10,4 Prozent), der Kreis Höxter (–9,3 Prozent) und der Kreis Olpe (–7,0 Prozent).

Weniger Einwohner auch im Ruhrgebiet

Die Bevölkerungszahl entwickelt sich somit regional sehr unterschiedlich: Während die Bevölkerung im Rheinland erkennbar anwächst, geht sie im Ruhrgebiet, im Sauerland, im Siegerland und in weiteren, meist nördlich gelegenen Landesteilen zurück. Im Ruhrgebiet wachsen nur die kreisfreien Städte Essen (+5,1 Prozent) und Dortmund (+4,4 Prozent). Die anderen kreisfreien Städte und Kreise des Ruhrgebiets verlieren Einwohner. Nordrhein-Westfalen insgesamt erzielt ein Bevölkerungswachstum von 0,9 Prozent bis zum Jahr 2040.

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