SPD-Parteivorsitz

Oberhausen: SPD-Chef wünscht Parteispitze Kraft und Klugheit

Die (bald) neuen Bundesvorsitzenden der SPD: Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, kurz nach der Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse.

Die (bald) neuen Bundesvorsitzenden der SPD: Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, kurz nach der Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Oberhausen.  „Nicht mehr quatschen, sondern arbeiten“: Das sagen die Oberhausener SPD-Vorsitzenden Dirk Vöpel und Sonja Bongers zur Führung der Bundes-SPD.

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„Kraft und Klugheit“ wünscht der Oberhausener SPD-Chef Dirk Vöpel dem designierten Führungsduo der Bundes-SPD, Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Die vom NRW-Landesverband nominierten Kandidaten für den Parteivorsitz haben bei der Mitgliederbefragung überraschend 53 Prozent der Stimmen geholt. Eine gute Wahl?

Vöpel antwort diplomatisch: „Eine demokratische Wahl“, deren Ausgang man nicht dramatisieren sollte. Denn Wohl und Wehe der Partei hänge nicht allein von zwei Personen ab. Sondern von politischen Ideen. Und genau diese Ideen wolle er sich beim anstehenden Parteitag in Berlin erst anhören, bevor er sich ein Urteil bildet.

„Eine Partei von Miesmachern“

Genau so sieht es auch Sonja Bongers, Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Oberhausener SPD. Sie möchte weg vom Schwarz-Weiß-Denken nach dem Motto „Die und wir“. „Alle stehen für eine gemeinsame SPD.“ Bongers lobt die Gelassenheit der Ruhrgebiets-SPD. „Wir sollten jetzt nicht mehr so viel quatschen, sondern arbeiten.“

Eines sei unumstritten, sagt ihr Parteikollege Dirk Vöpel: „Eine Erneuerung der Partei ist nötig.“ Denn momentan sei die SPD eine „Partei von Miesmachern“, die das Glas stets halb leer sehen statt halb voll. Aufgabe müsse es jetzt sein, den Menschen wieder zu verdeutlichen, was sie an der Sozialdemokratie haben. „Wir müssen unsere Antworten in die Neuzeit transferieren“, sagt der Oberhausener Bundestagsabgeordnete. „Denn die Menschen haben vergessen, was sie bekommen, wenn sie uns wählen.“

Wahlprogramm für 2021

Deshalb sei es jetzt oberstes Gebot, nicht über einen Fortbestand der großen Koalition zu lamentieren, sondern ein „akzentuiertes Wahlprogramm für 2021 aufzustellen“, sagt Vöpel. An der großen Koalition will Vöpel festhalten. „Wir haben so viel erreicht. Wie unser Herzensanliegen, die Grundrente. Dafür haben wir hart gekämpft. Und jetzt sollen wir bei der gesetzlichen Umsetzung unseres eigenen Projektes nicht mehr dabei sein?“

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