Lokalpolitik

Nachfragen zum John-Lennon-Platz in Oberhausen

Selbst gebastelter Pflanzkasten auf dem John-Lennon-Platz im Marienviertel. Im Hintergrund die erweiterte Kindertagesstätte.

Selbst gebastelter Pflanzkasten auf dem John-Lennon-Platz im Marienviertel. Im Hintergrund die erweiterte Kindertagesstätte.

Foto: Gerd Wallhorn

OBERHAUSEN.   Die Stadtverwaltung soll die für eine Bebauung vorgesehene Freifläche vor dem Verwildern schützen. Stadtverordnete stellt dazu kritische Fragen.

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Bedenken gab es schon damals, in der März-Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen. Da beauftragten die Lokalpolitiker mehrheitlich auf Antrag der SPD die Stadtverwaltung damit, „das Verwildern des John-Lennon-Platzes zu verhindern und die Nutzung durch Anwohner und andere Interessierte zu fördern“. Stadtverordnete An­drea-Cora Walther (Bürgerliste) hat dazu jetzt eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt.

Was genau die Verwaltung denn jetzt unternehmen will, um das angebliche Verwildern des Platzes zu verhindern, möchte sie wissen. Wie genau die Nutzung durch die Nachbarn gefördert werden soll, fragt sie weiter. Nicht ohne anzumerken, dass eine Aktion durch Urbane Künste Ruhr in Mai und Juni dort auf Bestreben der Stadt nicht zustande kam. Schließlich will sie wissen, wie die Anwohnerinnen und Anwohner in das Vorhaben konkret einbezogen werden sollen.

„Anwohner sind verunsichert“

In der Bezirksvertretung war umstritten, ob man den Zustand des Platzes überhaupt als verwildert bezeichnen könne. Die SPD hatte argumentiert, bis zur geplanten Bebauung des Areals sollten die Bürger mehr von der Fläche haben. Die CDU dagegen ließ durchblicken, dass nichts unternommen werden dürfe, wodurch „Fakten“ geschaffen würden, was die geplante Bebauung also erschweren könnte. Die Linke Liste und Jakub Stracka-Wilger (Bürgerliste) stimmten gegen den Auftrag, die Grünen enthielten sich der Stimme. Die Bebauung ist bekanntlich stark umstritten und bis heute ungeklärt.

„Jetzt sind die Anwohnerinnen und Anwohner verunsichert“, schreibt Walther. Was unter Verwildern verstanden werde, darüber könne man streiten. Tatsache sei jedenfalls, dass die Stadt Oberhausen selbst sich die Unterhaltung des Platzes in den vergangenen Jahren nichts mehr habe kosten lassen und offenbar gut damit habe leben können, dass die Nachbarn ihn in Ordnung gehalten und mit Leben erfüllt hätten.

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