Bauarbeiten

Rohrbruch: Oberhausener standen zeitweise ohne Wasser da

Mitarbeiter der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) pumpen am Mittwoch, 4. Dezember 2019, auf der Weseler Straße in Oberhausen noch immer Wasser ab. Eine Tiefbaufirma hatte am 3. Dezember versehentlich das Rohr getroffen.

Mitarbeiter der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) pumpen am Mittwoch, 4. Dezember 2019, auf der Weseler Straße in Oberhausen noch immer Wasser ab. Eine Tiefbaufirma hatte am 3. Dezember versehentlich das Rohr getroffen.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die Weseler Straße wurde wegen eines Rohrbruchs bis zur Autobahnbrücke A3 gesperrt. Anwohner in Holten und Sterkrade standen ohne Wasser da.

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Glück im Unglück: Trotz des Rohrbruchs unter der Weseler Straße war es nicht dazu gekommen, dass die Straße im fließenden Verkehr absackte. Erst durch die Reparaturarbeiten entstand das noch immer sichtbare große Loch im Straßenbelag. Dort sind Mitarbeiter der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) noch immer damit beschäftigt, das ausgeströmte Wasser abzupumpen. Dies teilte jetzt RWW-Sprecher Ramon Steggink mit.

Am 3. Dezember gegen Mittag hatte ein Tiefbau-Unternehmen im Auftrag der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH (WBO) an der Weseler Straße Probebohrungen durchgeführt – und dabei versehentlich das 30 Zentimeter dicke Rohr getroffen. Da unmittelbar danach Wasser durch die Fahrbahndecke sickerte, schalteten die Bauarbeiter sofort die zuständige RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft in Mülheim ein.

Anwohner in Holten und Sterkrade betroffen

„Es kam zu einem kurzen, aber heftigen Druckabfall in den Stadtteilen Holten und Sterkrade, dadurch dürften einige Anwohner zeitweise kein Wasser gehabt haben“, erläutert RWW-Sprecher Ramon Steggink.

Allerdings: „Die Meldung der Firma traf schon bei uns ein, bevor sich dieser Druckabfall auf unseren Monitoren zeigen konnte.“ Durch das so mögliche rasche Eingreifen habe wohl ein schlimmerer Schaden an der Fahrbahndecke verhindert werden können. „Auch der Wasserdruck konnte schnell wieder reguliert werden“, so Steggink.

Arbeiten dauern bis Mitte Dezember

Die Weseler Straße aber musste stadteinwärts von der Sternstraße bis zur Autobahnbrücke A3 voll gesperrt werden. „Das ist sie auch jetzt noch“, betont der RWW-Sprecher. Eine Umleitung sei eingerichtet worden. „In Gegenrichtung wird der Verkehr ab Wolfstraße über die Hiesfelder Straße geleitet.“ Dadurch werde die Weseler Straße von der Wolfstraße aus bis zur Autobahn A3 zur Sackgasse.

„Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember an“, sagt Steggink. Verzögerungen seien allerdings nicht auszuschließen: „Denn nachts wird es inzwischen schon richtig frostig, das macht uns die Sache nicht leichter.“ Für die Beeinträchtigungen bittet das Unternehmen die Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Steggink rät: „Wer kann, sollte diesen Bereich möglichst großräumig umfahren.“

Glimpflicher als nach dem Rohrbruch in Mülheim

Damit scheint dieser Rohrbruch noch einigermaßen glimpflich verlaufen zu sein. Kein Vergleich zu einem ähnlichen Vorfall im Januar dieses Jahres in Mülheim. Dort hatte ein Wasserrohrbruch auf der Stockhecke in Styrum für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Eine Hauptwasserleitung war gebrochen. Auf einer Fläche von zirka zehn mal zehn Metern hatte sich damals die Straßendecke angehoben.

Aus dem Leck waren Wassermassen geströmt und hatten Schotter und Sand auf eine Länge von 400 Metern über die gesamte Straßenbreite verteilt. Die Keller von vier Wohnhäusern liefen teils sogar bis zur Decke voll. Bei dieser Wasserleitung hatte es sich allerdings um eine Fernleitung gehandelt, die für die Wasserversorgung der Stadt Oberhausen zuständig ist.

Das gesamte Stadtgebiet Oberhausen und der Mülheimer Stadtteil Styrum waren damals kurzfristig von der Wasserversorgung abgeschnitten. Betroffen waren über 200.000 Menschen. Immerhin: Bereits nach einer Stunde war die Wasserversorgung wieder hergestellt worden.

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