Elektromobilitätstag

Oberhausen wirbt mit Aktionstag für Elektromobilität

Mit dem 1. Oberhausener Elektromobilitätstag möchten Frank Motschull und Sabine Lauxen Bürger für E-Autos, E-Bikes und E-Roller begeistern.

Mit dem 1. Oberhausener Elektromobilitätstag möchten Frank Motschull und Sabine Lauxen Bürger für E-Autos, E-Bikes und E-Roller begeistern.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Am Samstag, 22. September, können Interessierte auf dem Martha Schneider-Bürger Platz in Sterkrade E-Autos, E-Bikes und E-Roller testen.

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Der Kommunale Ordnungsdienst macht es vor und möglichst viele Oberhausener sollen bald mitmachen. Seit Mitte des Jahres fahren die Mitarbeiter mit vier E-Autos durch die Stadt. Beim 1. Oberhausener Elektromobilitätstag am Samstag, 22. September, möchte der Bereich Umwelt der Stadtverwaltung die neuen Autos präsentieren und möglichst viele Menschen für die Fortbewegung mit Strom statt Benzin oder Diesel begeistern.

Die Koalitionsfraktionen hatten einen solchen Aktionstag vorgeschlagen. „Wir haben uns im vergangenen Jahr sehr viel mit dem Thema beschäftigt“, erzählt Sabine Lauxen, Beigeordnete für Umwelt, Gesundheit und Stadtentwicklung. „Was ist die Mobilität der Zukunft?“, diese Frage habe sich die Verwaltung dabei häufig gefragt. So wurde der Elektromobilitätstag ins Leben gerufen – und im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche gleich ein passender Termin gefunden.

Verschiedene Arten der elektrischen Fortbewegung

Von 9 bis 13 Uhr haben Interessierte die Gelegenheit, kostenlos E-Roller, E-Bikes und E-Fahrzeuge zu testen und sich rund um das Thema zu informieren. Dafür stehen unter anderem der ADFC, die Energieversorgung Oberhausen AG (Evo), die Stadtwerke Oberhausen AG (Stoag) und die Verbraucherzentrale zur Verfügung. „Unser Ziel ist es zu zeigen, dass es verschiedene Arten der elektrischen Fortbewegung gibt“, sagt Sabine Lauxen. „Da ist für jeden etwas Alltagstaugliches dabei.“ Sei es das Rentnerehepaar, dem die Fahrradtouren mit den herkömmlichen Fahrrädern zunehmend schwerer fallen, oder der Berufstätige, der kurze Strecken in der Stadt gerne mit dem E-Roller erledigen möchte.

Dafür präsentieren Auto- und Fahrradhändler ihr Angebot „Mit den Autohäusern können die Besucher Termine für Probefahrten vereinbaren“, sagte Sabine Lauxen. Die Fahrten am Aktionstag selbst würden natürlich eher kürzer ausfallen. Schließlich soll jeder die Chance bekommen, die E-Fahrzeuge zu testen.

Kostenlos mit dem Bus anreisen

Auch die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) wird auf dem Martha Schneider-Bürger Platz in Sterkrade vor Ort sein und im Namen des Bundesministeriums für Verkehr- und digitale Infrastruktur ein Starterset mit vielen Broschüren an Umweltdezernentin Sabine Lauxen übergeben. Dieses Starterset wird Kommunen übergeben, die das Thema Elektromobilität offensiv vorantreiben.

Seit Oktober 2015 setzt die Stoag zwei Elektrobusse ein – auf den Linien 962 und 966. Mit diesen beiden Linien können Besucher am Samstag kostenlos zum Elektromobilitätstag anreisen.

Vier E-Autos für den Kommunalen Ordnungsdienst

Vier der insgesamt 15 Fahrzeuge des Kommunalen Ordnungsdienstes fahren seit Mitte des Jahres elektrisch. „Die alten Leasingverträge sind ausgelaufen“, erklärt Frank Motschull, Beigeordneter für Bürgerservice, öffentliche Ordnung, Sport und Bauen. „Da haben wir die Chance genutzt.“ Die vier E-Autos hat die Stadt nicht erneut geleast, sondern gekauft. Eine Hälfte der Kosten trägt die Stadt selbst, die andere Hälfte wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Der Kauf der Fahrzeuge auf Rechnung und im Namen der Stadt war eine Voraussetzung dafür, die Förderung zu erhalten.

„Nach fünf Jahren haben wir die Investitionen rausgerechnet“, sagt Sabine Lauxen. Denn in vielen Punkten sind die Elektroautos günstiger: Versicherung, Wartung und natürlich Kraftstoff. Außerdem fallen keine Kfz-Steuern an. Die Fahrzeuge werden im Parkhaus „Gutehoffnungshütte“ am Eugen-Zur-Nieden-Ring aufgeladen. Dafür wurden sechs sogenannte Wallboxen installiert. Die Ladesäulen vor dem Technischen Rathaus stehen also weiter jedem zur Verfügung

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