Coronavirus

Oberhausener Frauenhaus stellt sich auf die Corona-Krise ein

Suna Tanis-Huxohl, Leiterin des Oberhausener Frauenhauses.

Suna Tanis-Huxohl, Leiterin des Oberhausener Frauenhauses.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Existenzängste, kaum Kontakte, Familien, die sich weniger aus dem Weg gehen können: Fürs Frauenhaus eine ungute Mischung in Corona-Zeiten.

Die Mitarbeiterinnen des Oberhausener Frauenhauses rechnen mit vermehrter häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten. Ihnen ist deshalb die Botschaft wichtig: Die Türen der Schutzeinrichtung sind für hilfesuchende Frauen und deren Kinder auch während der Coronavirus-Pandemie geöffnet.

Weniger soziale Kontakte, Existenzängste, Überforderung und weniger Bewegungsfreiheit – diese Corona-Zutaten lassen die Gefahr für häusliche Gewalt steigen, ist Frauenhaus-Leiterin Suna Tanis-Huxohl überzeugt. Frauenrechtsorganisationen berichten nach Angaben von Tanis-Huxohl über die Situation in China, wo sich in den vergangenen Wochen dreimal mehr Opfer häuslicher Gewalt an Hilfeeinrichtungen gewandt hätten.

Frauenhaus hat sich auf besondere Situation eingestellt

„Derzeit gibt es für Deutschland noch keine aktuellen Zahlen. Experten gehen aber auch von einem Anstieg der häuslichen Gewalt aufgrund der Corona-Krise in Deutschland aus“, erklärt die Leiterin des Oberhausener Frauenhauses. „Wir müssen vorbereitet sein.“

Deshalb habe sich auch das autonome Frauenhaus auf diese besondere Situation eingestellt: Die Einrichtung bietet weiterhin zu jeder Tages- und Nachtzeit Frauen und deren Kindern Schutz und Unterkunft. Unter der Telefonnummer 0208-80 45 12 ist das Schutzhaus rund um die Uhr erreichbar. Wenn alle Unterkunftsplätze belegt sind, werden Telefonnummern benachbarter Frauenhäuser durchgegeben.

Auch die Frauenberatungsstelle in Oberhausen ist weiterhin erreichbar und bietet unter 0208-209707 telefonische Beratung an.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben