Kinder planen

Oberhausener Kinder gestalten Spielplätze mit

Zahlreiche Kinder und Offizielle kamen zum Start der Spielplatzoffensive.

Foto: Michael Dahlke

Zahlreiche Kinder und Offizielle kamen zum Start der Spielplatzoffensive. Foto: Michael Dahlke

obrhausen.   Rund 20 Kinder und auch einige Anwohner kamen zur Auftaktveranstaltung an die Elpenbachstraße.

Von Kindern für Kinder – das ist sicherlich der Wunsch-Slogan des Oberhausener Jugendamtes und Kinderbüros für diese Sanierungsmaßnahmen. Vier Spielplätze wird die Stadt im Jahr 2018 modernisieren und kann dabei auf Landesmittel zurückgreifen. Die Verantwortlichen möchten die Bürger in die Planung mit einbeziehen und laden Kinder, Paten und Anwohner dafür zu vier Beteiligungsprojekten in diesem Sommer ein.

„Wir haben in den vergangenen 20 Jahren stets die Menschen an der Planung beteiligt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Oberhausens Jugendamtsleiter Klaus Gohlke. „Wir erhalten so immer gute Hinweise von Anwohnern und kreative Ideen der Kinder.“ Diese sollen spielerisch in den Planungsprozess eingebunden werden. Tom Damen vom Kinderbüro Oberhausen beschreibt das Vorgehen: „Die Kinder sollen mit verschiedensten Materialien ihren Wunsch-Spielplatz modellieren oder malen. Wir sind immer auf die Ergebnisse gespannt.“

Verwaltung führt Interviews mit den Kindern

Auch bei kleineren Neuerungen informiert sich die Stadtverwaltung bei den Kindern. „Wir führen dann Interviews und fragen, was die Kinder haben wollen“, erklärt Tom Damen.

Nun lud die Stadt zur „Kick off“-Veranstaltung auf den Spielplatz an der Elpenbachstraße. Rund zwanzig Kinder und einige Anwohner folgten der Einladung. „Wir wollten die Bürger auf unsere Beteiligungsprojekte aufmerksam machen und hoffen, dass sich viele Anwohner einbinden“, sagt Klaus Gohlke. „Wir möchten beim endgültigen Beteiligungsprojekt dann nämlich viele Leute begrüßen. Sie sollen uns unterstützen, die richtigen Maßnahmen zu finden.“

420 000 Euro Fördergelder

Der Spielplatz an der Elpenbachstraße ist eine der vier Planorte. Neben ihm werden auch die Spielplätze an der Körnerstraße sowie im Styrumer und im Volkspark saniert. „Wir haben geschaut, welche Teile der Stadt Entwicklungs- und welche Spielplätze dort Nachholbedarf haben. Bei den vier ausgewählten Flächen sehen wir den Bedarf nachzubessern“, sagt Gohlke.

Die Stadt erhält rund 420 000 Euro Fördergelder aus einem Landesprogramm zur „Förderung von Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf“. Zehn Prozent der Kosten steuert die Stadt Oberhausen bei. Ob Styrumer Park oder

Elpenbachstraße – an vielen Punkte ist das Projekt präsent. Gisela Larisch vom Kinderzentrum der Awo, die den Spielplatz Elpenbachstraße als Pate betreut, freut sich über die Investition: „Der Spielplatz ist ein Treffpunkt für alle Altersgruppen, zuletzt aber in die Jahre gekommen.“

Weniger Vandalismus

Durch die Einbindung der Kinder und Anwohner erhoffen sich die Verantwortlichen mehr als eine angemessene Sanierung. „Die Beteiligung führt auch zur Identifikation“, sagt Gohlke. Und zu einem rücksichtsvolleren Umgang, wie Gisela Larisch meint: „Wir haben dann weniger Vandalismus und kaum Schäden, auch wenn der Spielplatz stark frequentiert ist.“

Außerdem würden beteiligte Eltern anschließend häufig eine Patenschaft übernehmen, erklärt Tom Damen: „Sie sehen, wie gut die Ideen umgesetzt sind und wollen dann das Geschaffene erhalten.“ Die Paten kontrollieren regelmäßig die Spielplätze und schauen auch nach Schäden. Rund die Hälfte der 130 Spielplätze in Oberhausen hat eine Patenschaft.

„Wir bessern unsere Spielplätze kontinuierlich nach. Solche Förderprogramme nehmen wir gerne mit“, unterstreicht Klaus Gohlke, der die Stadt bei der Thematik der Spielplätze auf einem guten Weg sieht. „Die Unterhaltung der Spielplätze in Oberhausen ist vorbildlich, von der Sicherheit über die Kontrolle bis hin zur regelmäßigen Reinigung.“

>>>>>>>> Termine auf den Spielplätzen

Die Stadt lädt Bürger zu Beteiligungsprojekten ein, damit sie die Spielplätze aktiv mitgestalten können. Die Planer möchten mit den Anwohnern der Spielplätze an der Elpenbachstraße (22., 23., 24. Mai), im Styrumer Park (19., 20., 21. Juni), an der Körnerstraße (24., 25., 26. Juli) und im Volkspark (14., 15., 16. August) von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr diskutieren.

Schon von Montag, 24. April, bis Mittwoch, 26. April, können sich Anwohner und Interessierte bei Terminen (ebenfalls jeweils 14.30 bis 17.30 Uhr) auf dem Spielplatz an der Ecke Uhlandpark/Brücktorstraße einbringen.

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