Katholische Kliniken

Oberhausener Taxiunternehmen von Klinik-Insolvenz betroffen

Die KKO-Insolvenz trifft auch ein Oberhausener Taxiunternehmen.

Die KKO-Insolvenz trifft auch ein Oberhausener Taxiunternehmen.

Foto: Michael Kleinrensing

Oberhausen.  Taxi Onur machte zuletzt Hunderte Laborfahrten für die KKO-Krankenhäuser. Jetzt bleibt das Unternehmen auf seinen Rechnungen sitzen.

Die Insolvenz des Katholischen Klinikums Oberhausen (KKO) trifft auch kleine Unternehmen in der Stadt. Für Taxi Onur geht nun ein wichtiger Großkunde verloren. Rechnungen mit fünfstelligen Beträgen kann der Klinikverbund derzeit nicht zahlen. „Wir haben bereits fünf Monate auf unser Geld gewartet“, sagt Betriebsleiter Sezgin Onur, der im Vorfeld bereits Böses ahnte.

Lukrative Labor- und Konsilfahrten übernommen

Am Mittwoch, 10. Juli, sei er über die Zahlungsunfähigkeit informiert worden. Später am selben Tag habe das KKO ihm telefonisch ein neues Angebot gemacht – zu weitaus schlechteren Konditionen. Seit Anfang Januar hat das Taxiunternehmen Hunderte Labor- und Eilfahrten für die drei Häuser des KKO übernommen. Auch Konsilfahrten, bei denen Krankenhaus-Patienten zu niedergelassenen Fachärzten gebracht werden müssen, fuhr die 14-köpfige Taxiflotte bis zuletzt.

Taxiunternehmer: „Wir sind nur ein kleiner Fisch“

„300 bis 400 Euro bekommen wir in der Regel für solche Aufträge“, rechnet der Betriebsleiter vor, „das ist kein Vergleich zu 10- oder 15-Euro-Fahrten, die wir sonst tagtäglich fahren.“ Gearbeitet hat das Unternehmen ausschließlich auf Rechnung. Verträge gab es nicht.

Rechtliche Ansprüche will Onur zwar geltend machen, er ist sich aber sicher: „Wir sind unter allen Gläubigern nur ein kleiner Fisch.“ Er rechnet nicht damit, dass er sein Geld wiederbekommt.

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