Nahverkehr

ÖPNV-Plan: Gewerkschaften sehen Chance für Straßenbahn 105

Dieter Hillebrand ist Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für die Region Mülheim-Essen-Oberhausen.

Dieter Hillebrand ist Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für die Region Mülheim-Essen-Oberhausen.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Der DGB begrüßt die engere Zusammenarbeit der Kommunen beim Nahverkehr und sieht neue Chancen für die Linie 105 zwischen Essen und Oberhausen.

Als einen ersten und richtigen Schritt begrüßt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) für die Region Mülheim-Essen-Oberhausen die Ende Mai beschlossene Kooperation der Nahverkehrsunternehmen im Ruhrgebiet.

„Eine solche Zusammenarbeit war schon lange überfällig. Oftmals sind es nur Straßenzüge, die unsere Kommunen trennen, und dennoch war man bisher nicht in der Lage, ruhrgebietsweit Lösungen im Bereich des ÖPNV anzugehen“, so Dieter Hillebrand, Geschäftsführer des örtlichen DGB.

Hoffnung für die Linie 105 zwischen Oberhausen und Essen

Er hofft, dass dadurch die Diskussion um die Straßenbahnlinie 105 zwischen Essen und Oberhausen wieder an Fahrt gewinnt. „Vielleicht gelingt es im Rahmen der Kooperation ja jetzt doch noch, was 2015 durch einen Bürgerentscheid in Oberhausen auf Eis gelegt wurde.“

Die Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets und die zwölf zugehörigen Verkehrsunternehmen hatten sich in einem Elf-Punkte-Papier darauf verständigt, zukünftig im Bereich Nahverkehr enger zusammenzuarbeiten.

DGB will Personalabbau und Arbeitsverdichtung im ÖPNV vermeiden

Der DGB erwartet nun, dass die Beschäftigten in den hiesigen Verkehrsunternehmen nicht die Leidtragenden der beschlossenen Zusammenarbeit werden. Einen Abbau des vorhandenen Personals und höhere Arbeitsverdichtung dürfe es nicht geben.

Außerdem sollten nach Auffassung der Gewerkschaften einige Punkte der Vereinbarung schnell konkretisiert und umgesetzt werden. So wäre etwa die angedachte digitale Plattform zur Bündelung aller Mobilitätsangebote im Ruhrgebiet ein großer Fortschritt bei der Gestaltung des Nahverkehrs der Zukunft.

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