Thomas Cook Insolvenz

Pleite von Thomas Cook: Auch Oberhausener Urlauber betroffen

Das Unternehmen Thomas Cook ist insolvent. Das hat auch Auswirkungen auf viele Reisenden.

Das Unternehmen Thomas Cook ist insolvent. Das hat auch Auswirkungen auf viele Reisenden.

Foto: Silas Stein / dpa

Oberhausen.  Thomas Cook ist pleite: Oberhausener Reisebüros kümmern sich um gestrandete Urlauber. Helfen kann aber meist nur die Reiseleitung vor Ort.

Mit der Insolvenz von Thomas Cook stehen auch Oberhausener Reisebüros vor einer großen Aufgabe – Kundenanfragen müssen nach und nach abgearbeitet werden.

Oberhausener Reisebüros verschaffen sich aktuell einen Überblick und versuchen ihre Kunden, soweit es ihnen möglich ist, über die aktuelle Lage zu informieren und ihnen beratend zur Seite zu stehen: „Wir schauen gerade, welche unserer Kunden betroffen sind und rufen sie nach und nach an“, schildert Marlies Strunk, Inhaberin des Oberhausener Reisebüros Maxi-Reisen. Rund 15 besorgte Kunden haben sich bei ihr gemeldet, teils auch direkt aus dem Urlaubsort. Betroffen sind Urlauber aus Mallorca und Griechenland.

Sicherungsschein bei Pauschalreisen

Auch wenn Marlies Strunk mit ihren Kunden in telefonischen Kontakt steht, verweisen kann sie nur auf die Reiseleitung vor Ort, die dann das weitere Vorgehen plant: „Überall wird auf Hochtouren gearbeitet und geschaut, ob Flüge übernommen werden können“, erklärt sie.

Ob bei den Kunden, die gerade mitten im Urlaub sind, oder bei jenen, die ihren Urlaub eigentlich noch vor sich haben – bei den meisten drängt sich vor allem eine Frage auf: Werden die entstandenen Kosten erstattet? Hinzu kommt die Sorge um einen anstehenden Urlaub, immerhin geht es um die vermeintlich schönste Zeit im Jahr. „Viele sparen darauf hin und planen eine Reise über Jahre hinweg“, erzählt Hubert Filarsky, Inhaber des Oberhausener Reisebüros Filarsky und spiegelt damit die Sorgen seiner Kunden wieder. Der sogenannte Sicherungsschein, der im Rahmen einer Pauschalreise immer auszuhändigen sei, sichere die zumindest finanziell ab.

Reisebüros erkennen Vorbote

Thomas-Cook-Reisen werden aktuell nicht mehr angeboten. Doch schon in der Vergangenheit verkauften Oberhausener Reisebüros scheinbar weniger Reisen des Anbieters, denn es gab Vorboten der wirtschaftlichen Schieflage: „Als ein Investor für Condor gesucht wurde, waren wir vorsichtig damit, unseren Kunden Reisen von Thomas Cook anzubieten“, erklärt Marlies Strunk. Bei Hubert Filarsky schaut es ähnlich aus. Die Geschehnisse habe er mit einer gewissen Vorsicht mit in die Beratung seiner Kunden einfließen lassen.

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