Bezirksvertretung

Politiker diskutieren über Verkehr in der Walsumermark

Ist zwar begrünt, kann es aber in punkto Pflegezustand mit anderen Kreisverkehren nicht aufnehmen: das Rondell an der Einmündung Hünenbergstraße/Starenweg in Walsumermark.

Ist zwar begrünt, kann es aber in punkto Pflegezustand mit anderen Kreisverkehren nicht aufnehmen: das Rondell an der Einmündung Hünenbergstraße/Starenweg in Walsumermark.

Foto: Michael Dahlke

Walsumermark.  Drei Vorstöße in der Bezirksvertretung Sterkrade befassten sich mit der Situation an Gabelstraße, Starenweg und Kreisverkehr Hünenbergstraße.

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Alle vier Fraktionen in der Bezirksvertretung Sterkrade haben jüngst Vorstöße zum Bereich Hünenbergstraße/Starenweg/Gabelstraße vorgelegt. Darüber wurde munter diskutiert.

„Offen für Bürger“ wollte zunächst wissen, wieso auf der östlichen Seite der Gabelstraße, auf einer Länge von etwa einem Kilometer bis in Höhe der dortigen Flüchtlingsquartiere, Warnbaken aufgestellt sind und das seit anderthalb Jahren. „Die dortigen Unterhaltungsarbeiten waren aufwendiger als gedacht“, erklärte Sabine Janclas von der Stadtverwaltung. Für etwa Mitte Juli kündigte sie das Ende der Dauerbaustelle an.

Sebastian Girrullis (Grüne) ärgerte sich, dass „Offen für Bürger“ solche Kleinigkeiten in die Sitzung der Bezirksvertreter trage, anstatt das telefonisch zu klären. „Man sieht doch, dass dort gearbeitet wird“, unterstützte ihn Birgit Axt (Grüne). Dem widersprach Jens Carstensen (Linke): „Wir sollten froh sein, wenn sich um solche Details gekümmert wird.“

Streit über eine Geschwindigkeitsanzeige

Unweit von den Warnbaken geht die Gabelstraße in den Starenweg über. Dort befindet sich in südlicher Fahrtrichtung am Fahrbahnrand eine Geschwindigkeitsanzeige. Sie soll Autofahrer an die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit mahnen. SPD und Grüne beantragten nun, sie weiter nach Norden zu versetzen, an die Einmündung vom Kreisverkehr Hünenbergstraße in den Starenweg. Anwohner hätten darum gebeten, hieß es. Dort sei es auch wichtig, dass die dicht bebaute Straße nicht so schnell befahren wird

„Man sollte den Versuch unternehmen“, erklärte Hubert Cordes (SPD). „Damit hinter dem Kreisverkehr kein Gas mehr gegeben wird“, fügte Bezirksbürgermeister Ulrich Real (SPD) hinzu. Holger Ingendoh (CDU) hielt es aber für sinnvoll, die Anzeige nicht direkt hinter dem Kreisverkehr anzubringen, sondern mit etwas Abstand.

Versetzung der Anzeige wurde beschlossen

Außerdem wollte er von der Verwaltung wissen, ob sie von ihrem gegenwärtigen Standort überhaupt versetzt werden kann oder dort zum Lärmschutz zwingend erforderlich ist. Darauf gab Sabine Janclas keine eindeutige Antwort, sagte aber zu, vor einer Versetzung mit dem Seitenradar Messungen zu veranlassen, um sich über die Situation Klarheit zu verschaffen.

Stadtverordneter Lühr Koch (Linke) erinnerte daran, die Anzeige habe ursprünglich den Sinn gehabt, Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft beim Überqueren der Straße zu schützen. „Es gibt dort aber nicht mehr so viele Kinder.“ Parteifreund Jens Carstensen sah das anders, stimmte jedenfalls mit „Offen für Bürger“ gegen die Versetzung der Anzeige. Sie wurde trotzdem beschlossen.

Verwaltung soll den Kreisverkehr besser pflegen

Schließlich ging es um den Pflegezustand des Kreisverkehrs Hünenbergstraße. Dazu beantragte die CDU, die Verwaltung möge entweder selbst für eine bessere Pflege sorgen oder das veranlassen. Zur Begründung führte die CDU unter anderem den neuerdings bestens gepflegten Kreisverkehr Concordiastraße/Hansastraße in Alt-Oberhausen an, aber auch andere Kreisverkehre im Norden der Stadt. „Man sollte dafür einen Sponsor suchen“, riet Hubert Cordes (SPD). „Das hat schon vor vier oder fünf Jahren nichts gebracht“, widersprach ihm Ingendoh.

Sabine Janclas erklärte, der Landesbetrieb Straßen NRW sei zuständig. Alle drei Jahre stehe das auf dem Plan. Wenn die Stadt sich beteiligen würde, könnte die Pflege besser sein. Also sollte man doch einen Sponsor suchen. „Wir haben uns die Tür für Dritte ja offengehalten“, antwortete der CDU-Sprecher. Nur müsse sich endlich gekümmert werden. In Königshardt übernehme das eine Firma, die im Gegenzug darin ein Hinweisschild aufstellen dürfe. Nur Werner Nowak (Offen für Bürger) stimmte gegen diesen Antrag.

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