Öffentlicher Nahverkehr

Ratsgruppe OfB will lieber Busse als Bahnen zum Centro

Die Verlängerung der Essener Straßenbahnlinie 105 zum Oberhausener Centro hält die OfB-Gruppe für zu teuer.

Die Verlängerung der Essener Straßenbahnlinie 105 zum Oberhausener Centro hält die OfB-Gruppe für zu teuer.

Oberhausen.   Die zweiköpfige Gruppe „Offen für Bürger“ im Oberhausener Rat lehnt die erneut diskutierte Verlängerung der Straßenbahn 105 zum Centro strikt ab.

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„In ihrem Grußwort zum neuen Jahr schreiben Werner Nowak und Albert Karschti von der Ratsgruppe „Offen für Bürger“: Alle wollen die Welt verändern, aber keiner sich selbst – der Sinnspruch von Tolstoi bringt das Jahr 2018 auf den Punkt: Wir haben uns als Bürger und politische Menschen verändert und uns von denen trennen müssen, die im Gestern stehen geblieben sind. Damit sind wir nicht allein – auch die Grünen haben offenbar erkannt, dass man manchmal sich selbst verändern muss, wenn man die Welt verändern will – wir freuen uns auf künftig dynamischere Verhältnisse und damit mehr gelebte Demokratie in der Politik.

Offen für Bürger (OfB) hat sich inhaltlich und personell nach vorne bewegt. Wir haben rund 30 Anträge mit unseren Ideen und denen engagierter Bürgern eingebracht, etwa für mehr Mitbestimmung, den Erhalt des Mawick-Mosaiks, Verkehrssicherheit, Stadtentwicklung. In Sachen Beleuchtung des Volksparks etwa haben wir das dicke Brett der Koalition gebohrt – die Sterkrader können nach Prüfung der Stadtverwaltung hoffentlich bald von mehr Sicherheit beim Sport und beim Spaziergang im Park profitieren.

Seit Oktober als Gruppe im Rat

Unsere lebensnahe Politik hat weitere Mitstreiter gewinnen können: Seit Oktober sind wir im Rat der Stadt als Gruppe vertreten. Mit uns arbeiten einige sachkundige Bürger, die unseren Ansatz einer offenen und bürgerbeteiligenden Politikkultur unterstützen wollen.

Drei Schwerpunkte werden unser Handeln 2019 bestimmen: Wir bleiben offen für Bürger und machen uns weiterhin für Beteiligung stark, weil Bürger – trotz aller Bekundungen der Politik – in nur gerade einmal fünf Prozent aller Vorhaben der Stadt wirklich mitbestimmen dürfen.

Vor rechten Bewegungen schützen

Die aktuelle ,Bürgerbeteiligung’ ist ihren Namen kaum wert. Wir glauben aber, dass bürgerliche Mitbestimmung unsere Demokratie sinnvoll weiterentwickeln kann und unsere Stadtgesellschaft vor rechten Bewegungen schützt. Offen für Bürger bekennt sich deshalb ohne Wenn und Aber zu einem gemeinsamen Europa, in dem alle Nationen zuhause sind.

Wir setzen uns für eine umweltbewusste Mobilität ein, die das Auto nicht verbietet, aber Alternativen wie Fahrrad, Busse, Bahnen und den Fußgänger stark macht.

Wir haben bereits ein Konzept für einen Ringbusverkehr zwischen Oberhausen, Essen und Mülheim als günstige Alternative zum millionenschweren Straßenbahnprojekt Linie 105 vorgeschlagen. Wir wollen, dass Oberhausen zur Drehscheibe des schnellen und sicheren Radverkehrs zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet wird.

Drittens konzentrieren wir uns auf die Stadtentwicklung. Unser Büro an der Marktstraße 133 wird eine Zentrale der Bürgerideen für eine lebenswerte Stadt, die wir konstruktiv in die Politik einbringen wollen. So haben wir für die Abschaffung des Straßenbaubeitrags bisher rund 1000 Unterschriften gesammelt und damit die Volksinitiative des Bundes der Steuerzahler unterstützt.“

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