Neujahrs-Ausblick

Sinn für Humor: Jusos wollen einen Bierbrunnen in Sterkrade

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Das wär’ doch was: sich zum Feierabend beim Sonnenuntergang ein frisches Bier zapfen – vom Sterkrader Bierbrunnen.

Das wär’ doch was: sich zum Feierabend beim Sonnenuntergang ein frisches Bier zapfen – vom Sterkrader Bierbrunnen.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Ein Bier-sprudelnder Brunnen mitten in der Sterkrader Innenstadt? Die Jusos Oberhausen haben Humor – und durchaus auch ernste Anliegen.

Die Vorstellung ist schon verlockend und vor allem im Sommer dürfte ein Bierbrunnen die Sterkrader Innenstadt nach Feierabend ordentlich beleben. Doch so ganz ernst gemeint ist der Wunsch mancher Jusos dann doch nicht, die Rathaus-Experten eine „Machbarkeitsstudie: Bierbrunnen Sterkrade“ anfertigen zu lassen. Der Vorschlag ist vielmehr Beleg dafür, dass sich die Mitglieder der Oberhausener SPD-Jugendorganisation auch in Zeiten schwerer globaler Krisen den Sinn für ein wenig Humor nicht nehmen lassen wollen.

Den bierlaunigen Vorschlag machten einige Jusos aus Sterkrade im Rahmen einer Online-Befragung ihres Vorstandes. Das Team um den Vorsitzenden Tim Tzscheppan wollte von den Juso-Mitgliedern wissen, welche Themen ihnen im noch jungen Jahr 2023 wichtig sind. Und die meist genannten Themen sind dann eher ernster Natur, wie der Vorstand in einer Pressemitteilung zusammenfasst.

Jusos fordern mehr Unterstützung für Jugendliche

Jugendhilfe und -Beteiligen müssen aus Sicht der Jusos dringend gestärkt werden. Jugendliche benötigten mehr Unterstützung, weil die Psyche durch die Corona-Auswirkungen und den Ukraine-Krieg stark leidet. Gezielte Angebote und Programme müssten finanziert werden und die Stadt müsse eine stärkeres Interesse an den Meinungen junger Menschen haben.

„Die Inflation trifft besonders Kinder und Jugendliche aus prekären Verhältnissen“, warnen die Jusos. Hier seien Land, Bund und die Stadt Oberhausen gleichermaßen gefordert. Ziel müsse sein, die Stadt als Ausbildungsstandort besonders zu fördern, um Jugendlichen Perspektiven und fair bezahlte Arbeitsplätze zu bieten.

Die Jusos freuen sich über die „große Unterstützung der Stadtgesellschaft in Solidarität mit Saporishja“. Sie beklagen aber auch, dass geflüchtete Menschen diskriminiert würden. Ebenso queere Menschen, Oberhausenerinnen und Oberhausener mit Migrationshintergrund, Frauen und Menschen aus sozial benachteiligten Haushalten. „Die Jusos kämpfen weiter für die diskriminierungsfreie Stadt und eine Stadtgesellschaft der Freien und Gleichen“, sagt Juso-Vorsitzender Tim Tzscheppan dazu.

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