Stille Parks

SPD Oberhausen will Friedhöfe in den Stadtteilen erhalten

Grab auf dem Westfriedhof in Lirich, einer von fünf städtischen Friedhöfe in der Oberhausen.

Grab auf dem Westfriedhof in Lirich, einer von fünf städtischen Friedhöfe in der Oberhausen.

Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Die CDU Oberhausen schlägt vor, Friedhöfe in besondere stille Parks umzuwandeln. Die SPD spricht von einer „lyrisch verbrämten Sparmaßnahme“.

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Die SPD Oberhausen-West kritisiert Überlegungen der CDU, bis zu 50 Hektar der städtischen Friedhofsflächen in sogenannte „stille Parks“ umzuwandeln. Was zunächst idyllisch klinge, bedeute in der Realität nichts anderes als das Wegrationalisieren von Grabflächen in einer Größenordnung von fast 70 Fußballfeldern, sagt Sandra Jungmaier, Vorsitzende der SPD in Alstaden und Lirich.

Sie sieht in dem CDU-Vorschlag lediglich eine „lyrisch verbrämte Sparmaßnahme, die wieder einmal zu Lasten der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen geht“. Wo heute noch ältere Menschen wohnortnah die Gräber ihrer Angehörigen besuchen könnten, würde man dann im Sterbefall eine Grabfläche irgendwo im Stadtgebiet angeboten bekommen. Die SPD möchte nicht, dass Angehörige lange Wege auf sich nehmen müssen, um die Gräber der Verstorbenen zu besuchen.

Anfang Juni hatte die CDU bei ihrer Klausurtagung die Idee der stillen Parks gefasst. Die Stadt brauche weniger Friedhofsflächen, weil sich viele Menschen mittlerweile für eine Einäscherung statt einer Beisetzung im Sarg entscheiden würden, so die Begründung.

Die SPD hält dagegen: „Dass man mit solchen Prognosen schnell Schiffbruch erleiden kann, zeigen aktuell etwa die Fehleinschätzungen hinsichtlich der tatsächlich benötigten Schul- und Kindergartenplätze in Oberhausen.“

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