Altbau-Ruine

Stadt hat keine Handhabe gegen Stillstand bei Abbruch

Das halb abgerissene Haus Falkensteinstraße 317 im Knappenviertel in einer Aufnahme vom Juni.

Das halb abgerissene Haus Falkensteinstraße 317 im Knappenviertel in einer Aufnahme vom Juni.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  „Wir können nur vorfühlen“, erklärte Baudezernent Frank Motschull den Bezirksvertretern zum CDU-Vorstoß, ein Privatgebäude schneller abzureißen.

Die Abbruchruine Falkensteinstraße 317, ein ehemaliges Wohnhaus, war jetzt auch Thema in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen. Dort hatte die CDU beantragt, die Verwaltung möge mit den Eigentümern der Ruine in Kontakt treten, damit die Abbrucharbeiten zügig zu Ende geführt werden. Das wurde dann auch einstimmig beschlossen.

Ein unerträgliches Ärgernis

„Das ist ein Ärgernis, unerträglich. Warum wird der Abriss nicht zu Ende gebracht?“, wollte Werner Nakot (CDU) wissen. Baudezernent Frank Motschull erklärte dazu, die Abbruchgenehmigung stamme vom Juli 2017. Erst Anfang 2019 sei aber mit dem Abbruch begonnen worden. Seit Juni herrsche jedoch Stillstand.

Obwohl die CDU von einer Gefahrenstelle dort gesprochen hatte, handelt es sich nach Auskunft des Beigeordneten im amtlichen Sinne nicht um eine Gefahrenquelle. Sonst hätte die Verwaltung eine Handhabe, einschreiten zu können. „Wir können nur vorfühlen“, sagte er. Es verhalte sich dort ähnlich wie bei der Dauerbaustelle des ehemaligen Lyzeums an der Elsa-Brändström-Straße. Seit Anfang dieses Jahres sei überhaupt keine behördliche Genehmigung für Abbrucharbeiten mehr erforderlich. Er, Motschull, sei gespannt, ob sich diese neue gesetzliche Regelung der Landesbauordnung in der Praxis bewähren wird.

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