Theater Oberhausen

Theaterfaktorei in Oberhausen findet große Resonanz

Wechsel bei der Theaterfaktorei, die jetzt Amira Bakhit (re.) leitet. Ihre Vorgängerin Prof. Romi Domkowsky begleitet aber weiter die wöchentliche „Theater-Spiel-Gruppe“ für die Jüngsten.

Wechsel bei der Theaterfaktorei, die jetzt Amira Bakhit (re.) leitet. Ihre Vorgängerin Prof. Romi Domkowsky begleitet aber weiter die wöchentliche „Theater-Spiel-Gruppe“ für die Jüngsten.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Amira Bakhit übernimmt die Leitung der Faktorei von Prof. Romi Domkowsky. Für drei der neun neuen Projekte gibt’s noch freie Plätze.

20 Angebote für Theaterfans aller Generationen erreichten über 200 Teilnehmer. Und die frühsommerliche Festivalwoche der Theaterfaktorei war mit zehn Premieren prall gefüllt. Diese Bilanz der letzten Spielzeit legt noch Prof. Romi Domkowsky vor, an ihrer Seite ihre Nachfolgerin: Für Amira Bakhit als neue Leiterin der Theaterfaktorei – und damit aller theaterpädagogischen Angebote am Will-Quadflieg-Platz – steht jetzt eine volle Stelle zur Verfügung.

Bewegte Biografie in freien Gruppen und beim Musiktheater

Nach der Professorin für Ästhetische Bildung an der Evangelischen Hochschule Berlin hat die Faktorei als zweite Leiterin nun eine Chefin mit bewegter Biografie: Amira Bakhit arbeitete lange in freien Gruppen und praktizierte Theaterpädagogik im Klassenzimmertheater. Vor ihrem Start in Oberhausen hatte die in Südhessen aufgewachsene 36-Jährige für eine Spielzeit beim Gelsenkirchener Musiktheater im Revier gearbeitet.

Ein guter Start ist den neuen Faktorei-Projekten bereits sicher, denn die Resonanz beim „Kick off“ während des Theaterfestes war beachtlich: Von den neun neuen Projekten sind die Mehrzahl schon gut gefüllt. „Alle Menschen vom Theater machen das in der Freizeit“, betont Amira Bakhit. „Das sind alles Herzblut-Projekte.“ Beispielsweise „Alice“ für Jugendliche und junge Erwachsene: Ronja Oppelt, die aktuelle Theaterpreisträgerin, und Daniel Rothaug wollen die Verrücktheit von Lewis Carrolls „Wunderland“-Figuren hervorzaubern (mittwochs von 16 bis 18 Uhr).

Freie Plätze gibt’s auch noch für die jüngste Gruppe der Sechs- bis Neunjährigen. Romi Domkowsky leitet diese „Theater-Spiel-Gruppe“ zum Thema „Wünsch dir was“. Ob aus dem wöchentlichen Termin mittwochs von 16 bis 17 Uhr am Ende der Spielzeit eine Aufführung wird – oder etwas ganz anderes: Da ist die Theaterfaktorei ganz offen. Und wie bei den meisten Angeboten können auch Nachzügler gerne dazukommen.

Kombination aus Tanzstudio und Kostümwerkstatt

Amira Bakhit selbst leitet freitags von 16.30 bis 18 Uhr die Gruppe „Tag und Nacht“, geeignet für alle Altersgruppen. „Wir suchen sowohl Jüngere wie Ältere“. Die Leiterin der Faktorei hat aber bereits gemerkt: „Die Senioren schreien nach Angeboten“ – dann lacht sie über diese dramatische Formulierung.

Zehn- bis 14-Jährige können sich schon mal den Herbstferien-Termin 14. bis 18. Oktober vormerken. Dann läuft der Workshop „Design it. Sew it. Move it.“ – eine mutige Kombination aus Tanzstudio und Kostümwerkstatt. Die beiden Ateliers in Kombination leiten die Kostümdesignerin Anna Ignatieva und der Hip-Hop-Tänzer und Akrobat Thomas Kunfira. Auch hier ist die Teilnahme kostenlos; Anmeldeschluss am 5. Oktober.

Last, not least, beteiligt sich die Theaterfaktorei auch an der drängendsten Schülerbewegung überhaupt: den „Fridays for Future“. Als Beitrag zur internationalen Klimawoche öffnet das Theater am Mittwoch, 25. September, von 17 bis 19 Uhr zu einem Workshop über Nachhaltigkeit – und wie jeder dazu beitragen kann. Teilnehmer treffen sich an der Theaterkasse.

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