Karnevalstipps

Tolle Tage: So rollen die Karnevalszüge durch Oberhausen

Wunderbare Kostüme: So manche Maus und mancher Mäuserich wird auch 2018 wieder die Karnevalszüge in Alt-Oberhausen, Osterfeld, Alstaden und Vondern besuchen.

Foto: Ute Gabriel

Wunderbare Kostüme: So manche Maus und mancher Mäuserich wird auch 2018 wieder die Karnevalszüge in Alt-Oberhausen, Osterfeld, Alstaden und Vondern besuchen.

OBERHAUSEN.   Tipps und Termine: Wir verraten in unserem Narrenfahrplan, wo die Jecken an den tollen Tagen feiern und wo die Umzüge durch Oberhausen rollen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Narren sind los! Zur Weiberfastnacht, 8. Februar, nimmt die Quote an Kostümierten in den Oberhausener Straßen rapide zu. Wie gewohnt, sind die hiesigen Jecken bei den Umzügen Frühstarter: Die großen Karnevalszüge gehen früher los als in den meisten rheinischen Hochburgen. Wir geben Tipps!

Weiberfastnacht

Jetzt geht’s los, sie sind nicht mehr aufzuhalten: Ab 11.11 Uhr startet der Närrische Altmarkt mit dem Programm der AOK Weiß-Rot. Das Schunkeln kann beginnen, Petrus wird schon mitmachen! Der Geldbeutel jubelt: Eintritt frei. Um 13 Uhr bewegt sich die Karawane der Narren, um das Rathaus zu stürmen. Prinz Hermann II. möchte auf den Treppenstufen den Stadtschlüssel erobern. Viel Erfolg!

Nun folgt Ball auf Ball: Die KG Weiss-Grün Hoag befüllt ab 15.30 Uhr die Luise-Albertz-Halle bei der großen Frauensitzung mit der Stimmungsband De Kloetschköpp (22 Euro), ab 18.30 Uhr folgt Disco in allen Sälen (10 Euro). Im Uerige Treff am Friedensplatz scharren sie schon mit den närrischen Hufen. Ab 16 Uhr heißt es: „Die Weiber sind los...“ Der Altweiberball der AOK Weiß-Rot startet um 16.11 Uhr im Hotel zum Rathaus (11 Euro) mit den Sängern Sven Polenz und Denny Martin. Die Altweiberparty der LKG Die Müllschlucker startet um 18.11 Uhr in der Gaststätte „Zum Schwarzen Schaf“ (5 Euro) zum Abfeiern.

Bevor jemand fragt: Die beiden Sausen der 1. KG Königshardt (Heinrich-Böll-Gesamtschule) und Schwarz-Weiß Buschhausen (Alt-Buschhausen) sind ausverkauft.

Karnevalsfreitag

Es ist zwar Freitag, der Prinz hat aber trotzdem nicht frei! Die Kinder feiern bei der 1. KG Königshardt in der Sporthalle an der Oranienstraße eine wuselige Sause (5 Euro). Ab 20 Uhr legt die KG Grün-Rot Wagaschei mit den Sängern Leon Dee und Ecki im Haus Union an der Schenkendorfstraße bei ihrer Kostümsitzung (ab 10 Euro) nach.

Nelkensamstag

Nun wird es blumig: Am Nelkensamstag werden viele Familien mit ihren kostümierten Kindern jeck. In der Osterfelder Innenstadt schlängelt sich der Kinderkarnevalszug durch die Straßen. An der Rheinischen Straße stellt sich die Karawane mit stolzen 99 gemeldeten Einheiten um 14 Uhr auf. Eine Stunde später können Niklas I. und Joanna I. als Kinderprinzenpaar ihr Heimspiel vor den jungen Untertanen genießen. An der Bottroper Straße endet die Wagenparade schließlich wieder. Wo kann man jubeln? Recht beliebt ist der Kinderzug an der Lilienthalstraße. Auch zwischen Osterfeld Bahnhof und Rathaus erhält man einen guten Blick. Die Straßen werden laut Veranstalter bis spätestens 14 Uhr gesperrt, an der Zugaufstellung eine Stunde früher. Wenn die Kehrmaschinen die Straßen nach dem Umzug gereinigt haben, werden die Sperren nach Rücksprache mit der Polizei wieder aufgehoben.

Als wäre der große Kinderzug nicht schon genug, wird es auch noch einmal in den Sälen so richtig närrisch. Bei Kleine-Natrop in Alstaden steigt ab 19 Uhr die Afterzugparty der Alstadener Bären. Stadtprinz Hermann II. hat in seiner Heimat einen Besuch angekündigt. Der Eintritt ist frei. In der Gaststätte Alt-Buschhausen feiert die KG Schwarz-Weiß Buschhausen die letzte Prunksitzung der Session. Karten? Sorry, ausverkauft!

Eine Karnevalsparty der etwas anderen Sorte gibt es bei „Polonia Karneval“ in der Turbinenhalle, wo ab 20 Uhr auch die 1990er-Jahre-Band Fun Factory erwartet wird. Die Eintrittskarten kosten zwischen 10 und 30 Euro.

Tulpensonntag

Die Müdigkeit muss warten, denn nun wird die Innenstadt von Alt-Oberhausen so richtig munter. Um 13 Uhr stellen sich Narrenschiffe und Fußgruppen an der Friedrich-Karl-Straße zum großen Umzug durch die City auf. 88 Einheiten formieren sich, darunter befinden sich sieben Musikkapellen. 165 000 Jecken schauten sich den Zug nach Angaben von Polizei und Veranstaltern im vergangenen Jahr an. Um 14 Uhr setzt sich der närrische Lindwurm in Bewegung. In der Rathauskurve werden sich wohl wieder viele besonders Feierfreudige einfinden. Die Straßen werden bis spätestens 13 Uhr gesperrt. An der Zugaufstellung eine Stunde früher. Die Sperren werden nach der Straßenreinigung und Freigabe der Polizei aufgehoben.

Im Uerige Treff geht es ab 13 Uhr mit „Karneval total — voll die Fete“ mit dem Liricher Karnevals-DJ Klaus Celesnik zur Sache. Die Zugparty, flankiert von der AOK Weiß-Rot, im Hotel zum Rathaus startet schließlich ab 16 Uhr. Die jüngeren Narren ab 18 Jahren ziehen nach dem Zug ins Zentrum Altenberg um. Dort steigt ab 15 Uhr das Karnevals-Tohuwabohu von den Jugendsünde-Machern. Ende? Offen!

Ebenfalls um 15 Uhr beginnt die Party „Steffy Helau“ an der Turbinenhalle. Stimmungssänger Mickie Krause („Sie hatte nur noch Schuhe an“) sowie die Schlagerkollegen Tim Toupet und Marry beschallen den Club. Es fahren Shuttlebusse von der Innenstadt aus. Karten kosten im Vorverkauf 7 Euro.

Rosenmontag

Der große Brauchtums-Batzen ist geschafft, doch ruhiger wird es trotzdem nicht. Alstaden feiert den familiären Pöstertreck. Dieser zieht über Bebelstraße, Heiderhöfen, Fröbelplatz, Griesheimer Straße, Mörickestraße, Kiwittenberg, Franzenkamp, Brunostraße, Alstadener Straße und zurück zur Bebelstraße. Los geht es zur närrischen Zeit von 11.11 Uhr. Prinz Hermann II. helaut sich dann durch „sein Viertel“.

Um 15 Uhr beenden die Vonderner beim Rosenmontagszug an der Arminstraße den Straßenkarneval. Die Wagen schlängeln sich durch die Siedlung, die Kamelle fliegen mancherorts bis ins Wohnzimmer.

Großer Jammer am Aschermittwoch

Veilchendienstag wird der Schlüssel im Rathaus an den OB Daniel Schranz zurückgegeben. Die Vereine verabschieden tränenreich den Hoppeditz. Beim Abschied im Uerige Treff am Friedensplatz wird vorher aber noch ab 18 Uhr ordentlich geschunkelt. Der Eintritt ist frei.

Aschermittwoch ist alles vorbei. Der Fisch wird gegessen. Und der Stadtprinz verabschiedet sich in der Stadthalle.