Raubüberfall

Überfall auf L’Osteria Oberhausen: Acht Männer vor Gericht

Die mutmaßlichen Täter müssen sich vor dem Landgericht in Duisburg verantworten.

Die mutmaßlichen Täter müssen sich vor dem Landgericht in Duisburg verantworten.

Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services

Oberhausen/Duisburg.  Acht Männer aus Duisburg sollen für etliche Überfälle verantwortlich sein. Auch die L’Osteria am Centro sollen sie überfallen haben.

Den Schrecken seines Lebens dürfte der Manager eines Restaurants in der Nähe des Centros am 21. Juli 2018 bekommen haben. Da nämlich hielten ihm Räuber in seinem Büro eine täuschend echt aussehende Pistole unter die Nase und erbeuteten so 5000 Euro. Für den Überfall – nach Informationen der Redaktion auf die L’Osteria am Brammenring – soll eine Bande verantwortlich sein. Die acht 19 bis 32 Jahre alten Männer aus Duisburg stehen nun wegen schweren Raubes beziehungsweise schwerer räuberischer Erpressung vor dem Duisburger Landgericht.

Zwischen Juli 2018 und Januar 2019 sollen die drei Haupttäter nicht weniger als zehn Überfälle in Oberhausen und Duisburg begangen haben. So auch den Überfall auf eine Spielhalle an der Neumühler Straße, der am 8. November 2018 allerdings ohne Beute endete. Vergeblich hatten maskierte Täter eine Aufsicht mit einem pistolenartigen Gegenstand bedroht, als das Opfer den Laden gerade dicht machen wollte. Sie drängten den Mann hinein, suchten nach Bargeld. Als sie keins fanden, flüchteten die Täter.

Täter spähten Spielhallen und Tankstellen aus

Spielhallen und Tankstellen sollen die bevorzugten Objekte der Tätergruppe gewesen sein. Meist waren die Orte zuvor ausgekundschaftet worden. Dann stürmten die maskierten und mit einer Soft-Air-Pistole bewaffneten Räuber auf ein vereinbartes Signal hin in die Geschäfte.

Fünf Mitangeklagte sollen in einzelnen Fällen die Objekte ausgespäht, oder zuvor wertvolle Insider-Tipps gegeben haben. So soll einer der Angeklagten vor der Tat auch in dem Restaurant in Oberhausen gearbeitet und die Räuber mit Informationen über Einnahmen und den Zugang zu den Büroräumen versorgt haben.

Zwei Angeklagte haben gestanden

Einer der Angeklagten – er ist mit zwei jüngeren Angeklagten verwandt – soll außerdem seine Wohnung als Treffpunkt für die Bande und Lagerort für das Einbruchswerkzeug zur Verfügung gestellt haben.

Zwei der Hauptangeklagten legten zu Beginn des Prozesses bereits weit gehende Geständnisse ab. Bis September sind weitere acht Hauptverhandlungstage geplant. Aufgrund des Alters des jüngsten Angeklagten findet das Verfahren vor der Jugendkammer des Landgerichts Duisburg statt.

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