Neue Reihe

VHS erklärt, wie Oberhausener Politik mitgestalten können

Dr. Martin Florack (Uni Duisburg-Essen), Hendrik Detmers (Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung) und Matthias Ruschke (VHS) hoffen auf rege Resonanz zum Thema Bürgerbeteiligung.

Dr. Martin Florack (Uni Duisburg-Essen), Hendrik Detmers (Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung) und Matthias Ruschke (VHS) hoffen auf rege Resonanz zum Thema Bürgerbeteiligung.

Foto: Diego Tenore / FFS

Oberhausen.  Mehr Bürgerbeteiligung ist als Forderung in aller Munde. Doch: Wie geht das? Die VHS erklärt’s.

Die Volkshochschule Oberhausen will für mehr Klarheit sorgen in Sachen Bürgerbeteiligung. Sie startet eine fünfteilige Inforeihe zu diesem Thema, die bereits am Donnerstag, 5. September, um 18 Uhr im Bert-Brecht-Haus beginnt.

Dann wird der in Oberhausen bekannte Politikwissenschaftler Dr. Martin Florack zum Auftakt die „Grundlagen der Demokratie vor Ort“ erläutern. Wie funktioniert Lokalpolitik? Welche Aufgaben haben die Bezirksvertretungen? Was macht ein Fachausschuss? Der Fachmann von der NRW School of Governance in Duisburg wird das Spannungsverhältnis von repräsentativer und direkter Demokratie darstellen und zugleich auch die Vorzüge der politischen Repräsentation erläutern.

„Wie kann ich mich aktiv einbringen?“

Weiter geht es am 7. November mit dem Thema „Bürgerbeteiligung in Oberhausen – wie funktioniert das?“ Es geht dabei um die Leitlinien zur Bürgerbeteiligung und ihre Funktion – und wohl auch um konkrete Themen, die in jüngster Zeit in der öffentlichen Debatte eine wichtige Rolle spielten wie etwa die Debatte um die Parkgebühren. Hendrik Detmers von der Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung im Rathaus (Stadtkanzlei) stellt das Thema vor.

Er ist auch am 21. November im Bert-Brecht-Haus präsent, wenn es um die Frage geht: „Wie kann ich mich aktiv einbringen?“ Der Bürgerrat, der Bürgerdialog mit dem Oberbürgermeister in den Stadtteilen, ja auch der Eintritt in eine Partei und die kontinuierliche Mitarbeit sind Möglichkeiten, sich politisch im lokalen und regionalen Umfeld zu engagieren.

Von Stadtplanung bis Spielplatzgestaltung

Im neuen Jahr geht es dann beispielhaft um zwei konkrete Themenbeispiele, um die Stadtplanung (am 30. Januar) und die Spielplatzgestaltung (am 5. März). Als Referenten sind dann jeweils Gerhard Effgen (Bauleitplanung) und Tom Damen (Kinderbüro) präsent, um mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.

Die VHS betritt mit der umfassenden, fünfteiligen Reihe zum Thema Bürgerbeteiligung in dieser Form Neuland, wie auch Matthias Ruschke, VHS-Fachbereichsleiter Politik - Gesellschaft - Mensch unterstreicht. Der Besuch einer einzelnen Veranstaltung ist ebenso möglich wie die Teilnahme an der Gesamtreihe. Immer wieder soll es in der Reihe auch um konkrete Praxisbeispiele gehen, wie Bürgerbeteiligung in einer zeitgemäßen Form aussehen kann.

Die VHS setzt darauf, dass auch neu an dem Thema interessierte Menschen zu den Abenden kommen; auch Menschen also, die sich bislang vielleicht noch nicht zu konkreten Themen engagiert haben. Eine Enquete-Kommission des Landtags nimmt das Thema Bürgerbeteiligung in NRW bereits ebenfalls unter die Lupe. Die VHS will auch mit Blick auf die Kommunalwahlen 2020 das bürgerschaftliche Engagement und das Interesse an Politik stärken. Weitere Detail-Infos zur neuen Fortbildungsreihe gibt es im aktuellen VHS-Programm auf den Seiten 30 und 31.

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