Landgericht

Vier Oberhausener vor Gericht wegen Raubes verurteilt

Ein 29-Jähriger ist mehrfach Opfer einer Räuberbande geworden.

Ein 29-Jähriger ist mehrfach Opfer einer Räuberbande geworden.

Foto: David Ebener / dpa

Oberhausen/Duisburg.  Eine Gruppe Männer hatte es auf einen 29-Jährigen abgesehen und ihn mehrfach überfallen. Drei der Täter müssen nun mehrere Jahre hinter Gitter.

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Wegen Raubes verurteilte das Landgericht Duisburg vier Oberhausener. Drei Männer im Alter zwischen 19 und 41 Jahren müssen bis zu drei Jahre und neun Monate hinter Gitter. Ein 21-Jähriger kam mit 21 Monaten auf Bewährung davon. Am 28. November 2018 hatten zwei der Täter zunächst am Kastell-Park einen 29-Jährigen in eine Falle gelockt. Nicht mal eine Stunde später war der Geschädigte in Duisburg ein zweites Mal überfallen worden.

Zweiter Überfall in Duisburg

Zur Überzeugung der Kammer hatte der jüngste Angeklagte den 29-jährigen Geschädigten in einem Internet-Dating-Portal für Homosexuelle kennengelernt. Er lieh sich Geld von dem Mann, mit dem er sich angeblich zwecks Schuldenerstattung zunächst in Oberhausen traf. Stattdessen wartete verabredungsgemäß schon ein Mittäter, der den Geschädigten – allerdings erfolglos – mit einem Messer bedrohte und Geld forderte. Der 19-Jährige hatte in diesem Moment schnell das Weite gesucht.

Nur wenige Minuten später meldete sich der Heranwachsende erneut bei dem 29-Jährigen. Und der ließ sich erstaunlicherweise auf ein weiteres Treffen ein. Diesmal stieg der 19-Jährige auf dem Parkplatz der Niederrheintherme im Duisburger Norden in den Wagen des Geschädigten. Doch er war nicht allein gekommen. Plangemäß näherten sich diesmal drei Mittäter dem Fahrzeug, schlugen auf den Geschädigten ein und nahmen ihm die Geldbörse ab. Der 19-Jährige hatte durch einen Griff zur Handbremse noch die Flucht des 29-Jährigen verhindert.

Zeuge war eigens aus Spanien angereist

Im Laufe des viertägigen Verfahrens hatten die Angeklagten ihre eigenen Tatbeiträge kleinzureden versucht oder sogar jede Beteiligung bestritten. Ein eigens aus Spanien angereister Zeuge, der einen der Angeklagten zu entlasten versuchte, indem er sich als wahren Täter präsentierte, war allerdings wenig glaubwürdig. Das Gericht hatte keine ernsthaften Zweifel an der Schuld der Angeklagten. Denn der Geschädigte hatte alle vier Täter zweifelsfrei identifiziert. Im Umfeld des 19-jährigen Angeklagten hatte er sie alle zuvor schon einmal gesehen.

Der viertägige Prozess hatte zeitweise unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden, da der 21-jährige Angeklagte, der sich zu Prozessbeginn als erster zur Sache eingelassen und seine Mitangeklagten dabei schwer belastet hatte, in der Mittagspause des ersten Verhandlungstages vor dem Gerichtsgebäude attackiert worden war.

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