Musical-Premiere

Von cool bis kühl: So feierten Promis bei „Bat out of Hell“

Kühl im Höllenfeuer: Schauspielerin Sophia Thomalla zeigte bei der Premiere von „Bat out of Hell“ im Oberhausener  Metronom-Theater ihre Tattoos.

Kühl im Höllenfeuer: Schauspielerin Sophia Thomalla zeigte bei der Premiere von „Bat out of Hell“ im Oberhausener Metronom-Theater ihre Tattoos.

Foto: Kerstin Bögeholz

oberhausen.   Promis huschten im Metronom-Theater über den Teppich und feierten bis tief in die Nacht. Premieren-Eindrücke vom neuen Musical „Bat out of Hell“.

Manche himmlischen Einfälle entpuppen sich als charmanter Zufall: 1600 Besuchern der Premiere des neuen Musicals „Bat out of Hell“ flackerte direkt hinter dem Roten Teppich eine riesige Flamme entgegen. Heiß! Eine passende Kulisse für die Fledermaus aus der Hölle. Tatsächlich gehört der Riesenmonitor aber zu einem Steakhaus, das ganzjährig für erhöhte Temperatur sorgt.

Dem Promi-Auflauf wird es am Donnerstagabend egal gewesen sein. Die Premiere heizt ein, endlich einmal müssen Autogramm-Jäger und ausharrende Fotografen nicht bei Frost schlottern. Auf dem Teppich wird es hektisch: Rufe, Klatscher, Fragen. Das Musical von Jim Steinman mit den berühmten Songs von Meat Loaf macht die Prominenz neugierig.

Freier Blick auf ihre Tattoo-Parade

„Ehrlich gesagt, verbindet mich mit Meat Loaf persönlich wenig“, sagt das Oberhausener Model Anna Hiltrop. „Mir gefällt aber der rockige Stil. Das Theater bietet jedes Mal eine traumhafte Kulisse.“ Schalke-Ikone Gerald Asamoah hat seine Familie mitgebracht. „Ich kenne die Musik von Meat Loaf natürlich aus meiner Jugend. Ich habe ihn gerne gehört.“ Fans von Schalke 04 und Rot-Weiß Oberhausen eint ja manchmal die Leidensfähigkeit. Doch Asamoah macht dem Viertligisten Mut: „So ein Kult-Verein gehört natürlich in eine höhere Liga. Ich glaube, dass sie wieder dort landen werden, wo sie hingehören.“

Bei dieser Lobhudelei wird Kleeblatt-Fans warm ums Herz. Beim hastigen Teppich-Auftritt von Sophia Thomalla fällt das Thermometer aber wieder in den Keller. Die Schauspielerin erscheint im ärmelfreien Schwarzen und gewährt freien Blick auf ihre Tattoo-Parade auf den Armen. Ansonsten gibt es aber wenig Herzliches: Ihr Gastspiel wirkt kühl statt cool.

Schinken mit Thunfisch im Glas

Kollegin Daniela Katzenberger nimmt genüsslich auf einer von drei auf dem Teppich geparkten Motorrädern Platz. Die „Harley Davidson Freunde Bergisch’ Land“ haben einige ihrer Schmuckstücke auf dem Teppich geparkt und beobachten nun ganz genau, wer für das Blitzlichtgewitter am Lenker posiert. „Wer is’n das?“, tuscheln nun gestandene Männer in Vereinskutten. Ein schnelles Selfie mit Weltmeister Christian Ginter, der mit Frau Christina erscheint, wird gern genommen. Was eint das Showgeschäft mit dem Fußball-Zirkus? „Beides dient der Unterhaltung. Ich lasse mich überraschen. Heute bin ich einmal nicht der Hauptdarsteller“, sagt der Gladbacher kurz bevor im Metronom-Theater eine Glocke zum Beginn der Vorstellung mahnt.

Hinterher überwiegt beim Premieren-Publikum zustimmendes Nicken. „Lässige Show, mitreißende Musik“, heißt es oft. Dass die Songs von Meat Loaf in deutscher Sprache schallen, sehen manche als Makel, anderen sind die eingängigen Melodien wichtiger. Auch die Dynamik des Werkes findet Anerkennung.

Die folgende Party dauert bis tief in die Nacht. Besondere Ausdauer beweisen Sänger Tom Gaebel mit Frau Saskia. Pasta und Gemüsespieße werden gereicht. Dazu gibt es Schinken und Thunfisch mit Sahnesoße in kleinen Gläschen. Sogar ein eigenes „Bat out of Hell“-Lagerbier fließt durstige Kehlen hinunter.

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