Kirmes

Wottelkirmes lockt Fans von Dorfstadl und Handwerkermarkt

Unterwegs auf den Königshardter Straßen: Die fünftägige Wottelkirmes lockte bis zum Sonntagabend die Bummelfreunde nach Oberhausen-Königshardt.

Unterwegs auf den Königshardter Straßen: Die fünftägige Wottelkirmes lockte bis zum Sonntagabend die Bummelfreunde nach Oberhausen-Königshardt.

Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEN.   Kirmes-Freunde pilgerten in großer Zahl nach Oberhausen-Königshardt. Die Wottelkirmes feierte bei bestem Wetter. Ein neuer Biergarten reiste an.

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Erst grillten sie um die Wette, dann verwöhnte auch noch die Sonne: Die Königshardter Wottelkirmes konnte sich über blendende Rahmenbedingungen nicht beklagen. Vor allem das Wochenende bescherte der fünftägigen Traditionskirmes prall gefüllte Straßen. „So gut besucht war es zu dieser Uhrzeit schon lange nicht mehr“, resümiert eine Besuchergruppe am Samstagmittag rund um dem Weinstand. Und auch die Gesichter der Beschicker der kulinarisch und handwerklich bestückten Stände sehen nicht gerade nach sieben Tage Regenwetter aus.

Der Handwerker- und Bauernmarkt ist schon seit 2004 ein fester Bestandteil der Königshardter Wottelkirmes. Während die kleinen Besucher auf den Karussells ihre Runden drehten und beim Autoscooter mit der Gummistoßstange abgefederte Zusammenstöße genießen durften, gingen viele Erwachsene auf eine Entdeckungsreise.

Graubrot mit Kürbismarmelade

Bauernmalerei, Taschen, Socken, Hüttenschuhe, Schals, Handpuppen... Das Angebot an der Königshardter Straße war üppig. Einige Gewerke konnten die Initiatoren der Königshardter Interessengemeinschaft (KIG) diesmal zum ersten Mal zum beliebten Fest locken.

Doris Schütz schaut sich die Wollstricksachen genauer an, obwohl sie ihre Jacke aufgrund der milden Temperaturen über ihrem Arm abgelegt hat. „Hier kann man in aller Ruhe stöbern und schauen, was im Winter nicht im Kleiderschrank versteckt werden sollte.“ Die dicke grüne Wolljacke mit der bulligen Kapuze und den doppelt aufgekrempelten Ärmeln hat es ihr besonders angetan. „Für meinen Enkel!“

Auch andere dekorativen Mitbringsel fanden die Besucher dufte: Lavendel taugt nicht nur wohlriechend in kleinen Säckchen für den Kleiderschrank. Auch Imker sind Freunde der schmalblättrigen Pflanze. Das wiederum liegt am hohen Zuckergehalt des Nektars.

Wie vielfältig sich zur Erntedankzeit Wohnzimmer mit herbstlichen Schmuckstückchen veredeln lassen, zeigten farbenfrohe Kürbis-Körbe. Dass die saisonalen Artikel auch für ungewöhnliche Geschmackserfahrungen gut sind, bewies ein Biss in eine Schnitte Graubrot mit Kürbismarmelade. Ergebnis: schmeckt erstaunlich fruchtig!

An den Traditionen des Rummels wurde nicht gerüttelt: Neben dem schmackhaften Kirmeseis (bei diesem Wetter auch passend) gehörten der Gottesdienst am Autoscooter und der Festzug mit dem Erntedankkranz dazu. Als heiterer Treffpunkt für den Ausschank diente das „Dorfstadl“, das die „Schwarzwaldchristl“ abgelöst hat. Die teils offene Hütte aus dem Hause Bruch war bereits bei der Sterkrader Fronleichnamskirmes erstmals zu sehen.

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