Stadtgeschichte

Zeitungen starten nach dem Zweiten Krieg in Oberhausen durch

Oberbürgermeisterin Luise Albertz besichtigt das Modell für die Wohnanlage City West Bebelstraßein Oberhausen.

Foto: Ruth Gläser

Oberbürgermeisterin Luise Albertz besichtigt das Modell für die Wohnanlage City West Bebelstraßein Oberhausen. Foto: Ruth Gläser

Oberhausen.   Das neue Heft der Geschichtswerkstatt beschäftigt sich mit der Entwicklung der Zeitungslandschaft, dem Bau der City West und den Pfadfindern.

Warum hat Oberhausen eigentlich kein Stadtmuseum? Und wer war eigentlich Fritz Giga, nach dem eine Straße im Neubaugebiet Am Rechenacker benannt worden ist? Diesen Fragen spürt die Geschichtswerkstatt in ihrem jetzt erschienenen „Schichtwechsel“ nach. Der Titel des neuen Heftes, „Im Blätterwald“, lässt ahnen, worum es in der Hauptgeschichte der Publikation geht: Sie wirft einen Blick in die Zeitungslandschaft der Stadt. Nach Angaben der Geschichtswerkstatt liegt damit erstmals eine komplette Beschreibung des Zeitungswesens in Oberhausen vor.

Der Autor der Titelgeschichte, Christoph Strahl, schließt mit dem dritten Teil im aktuellen Heft, der den Zeitraum nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart beinhaltet, seine Serie ab. Die erste Etappe der Zeitungsreise führte zurück zum Ursprung im 17. Jahrhundert (Heft 2/2014), die zweite zeigte die Entwicklung des Zeitungswesens bis hin zum Ende des zweiten Weltkrieges auf (Heft 2/2016).

Druckmaschinen fehlten

Der Leser erfährt etwas über die Mitteilungsblätter, die der psychologischen Kriegsführung der Alliierten entsprungen sind, über den Neuanfang mit Papiermangel und fehlenden Druckmaschinen nach dem Zweiten Weltkrieg oder über die Ruhr-Zeitung, die es am ehemaligen Hotel Ruhrland gegenüber dem Hauptbahnhof zu erwerben gab. Dabei geht es ebenfalls um die Funke-Mediengruppe, zu der auch diese Zeitung gehört.

Aber auf den 44 Schichtwechsel-Seiten gibt es noch andere Geschichten. Autor André Wilger befasst sich ausführlich mit dem Wohnpark Bebelstraße. 1976 mit rund 400 Wohnungen eröffnet. ist „City West“ bis heute Wohnort für viele Menschen. Auf einem Teilgebiet der ehemaligen Zeche Concordia erbaut, war die ehemalige Oberbürgermeisterin Luise Albertz noch selbst in die Planung der Anlage involviert.

Eine Reportage beschäftigt sich mit dem Bildhauer Heinz Brieden, einem der Gründer der Fabrik K14, eine andere mit dem Antifaschisten und von den Nationalsozialisten gefolterten Fritz Giga mit einem zum ersten Mal veröffentlichten Portraitfoto. Die Entstehung der Pfadfinderbewegung, die Geschichte von Erich von Gilsa, Stadtverordneter von Sterkrade und Oberhausen, früher aber Reichswehroffizier im heutigen Namibia, sind weitere Themen.

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