Umwelt

100 Bürger wollen den Baerler Busch bei Rheinberg retten

Die Bürgerinitiative will sich für den Baerler Busch einsetzen.

Die Bürgerinitiative will sich für den Baerler Busch einsetzen.

Foto: Steffen Tost / Tost

Rheinberg/Baerl.  Eine Bürgerinitiative zur Rettung des Baerler Busch traf sich im Schwarzen Adler, um über die Forstwirtschaft im Busch zu diskutieren.

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Eines ist wohl deutlich geworden: Die Forstwirtschaft des Regionalverbandes Ruhr (RVR) im Baerler Busch wollen die Einwohner in Rheinberg, Baerl und Moers nicht hinnehmen. Rund 100 Bürger kamen zum jüngsten Treffen der Bürgerinitiative „Baerler Busch ist bedroht“ im Schwarzen Adler zusammen, um gemeinsam die nächsten Schritte zu planen, wie gegen die großflächige Abholzung vorgegangen werden kann.

Zunächst informierte Baumexperte Gernot Fischer über die Ausmaße der Holzfällungen im Baerler Busch. In seiner Präsentation zeigte er auf, was viele Bürger auch schon mit Erschrecken bei Spaziergängen festgestellt hatten: Große Waldflächen wurden bereits kahlgeschlagen. Eine Aufforstung sei entweder misslungen, da die Setzlinge vertrocknet sind, oder ganz ausgeblieben.

Im Herbst soll gefällt werden

Weitere Bäume sollen vermutlich in diesem Herbst noch gefällt werden. „Die Bürger waren entsetzt und empört. Sie fordern vom RVR, diese Maßnahmen sofort zu stoppen“, erklärte Luise Theile, Mitglied der Rheinberger Grünen. „In Zeiten des bedrohlichen Klimawandels sind solche forstwirtschaftlichen Maßnahmen nicht akzeptabel. Statt Gewinne aus dem Holzverkauf, sollten die natürliche Pflege und der Erhalt des Waldes im Vordergrund stehen.“

Die Bürger planen weitere Aktionen. So findet am kommenden Samstag, 12. Oktober, um 15 Uhr, ein Waldspaziergang statt. Treffpunkt ist der Parkplatz Hubertusstraße in Duisburg-Baerl. Am Mittwoch, 16. Oktober, um 19.30 Uhr, trifft sich die Bürgerinitiative wieder im Schwarzen Adler, Rheinberg-Vierbaum, Baerlerstraße 96.

Wald soll klimastabil werden

Alle Informationen gibt es auch auf der Homepage: www.baerler-busch-ist-bedroht.de. Derweil hat sich auch der RVR zu den Rodungen geäußert. Um einen klimastabilen Wald zu entwickeln, wurden in den vergangenen drei Jahren größere Waldpflegemaßnahmen durchgeführt. Sie sollen der Verkehrssicherung und der Förderung der Artenvielfalt dienen.

Was geplant ist, wie sich der Wald durch die bisherigen Pflegemaßnahmen entwickelt hat und welche Auswirkungen die extrem trockenen Sommer haben, erklären die RVR-Förster Andrea Zimmermann und Johannes Gerst bei einer Waldführung am heutigen Montag, 7. Oktober, um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Kreuzung Buchenallee/Panderstraße. Es wird um Anmeldung gebeten, telefonisch unter 0201/2069-717 oder per Mail an: hoppe_anke@vrr.ruhr. Bei größerer Nachfrage sind auch zusätzliche Termine möglich.

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