Landwirtschaft

900 Aktionäre und ein Bischof haben sich in Alpen getroffen

Mit geistlichem Zuspruch (von links): Vorstandsvorsitzender Andreas Rickmers, Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff und Aufsichtsratschef Franz-Josef Holzenkamp im Gespräch mit Bischof Franz-Josef Overbeck (2.v.r.)

Foto: arfi

Mit geistlichem Zuspruch (von links): Vorstandsvorsitzender Andreas Rickmers, Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff und Aufsichtsratschef Franz-Josef Holzenkamp im Gespräch mit Bischof Franz-Josef Overbeck (2.v.r.) Foto: arfi

Alpen.   Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck sprach ein Grußwort. Dividende trotz schwieriger Lage der Landwirtschaft. Das Jahr 2018 soll besser werden.

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Die große Maschinenhalle auf dem Gelände des Technik Center Alpen (TCA) war geräumt und in wenigen Tagen zum repräsentativen modernen Kongresszentrum umfunktioniert worden. Rund 900 Aktionäre rückten zur Hauptversammlung der Agravis Raiffeisen AG an, zu der auch TCA gehört. Auch Nachbar Lemken war durch Geschäftsführer Anthony van der Ley vertreten. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck aus Essen, als Bauensohn eng mit der Landwirtschaft verbunden, hielt das Grußwort.

Als nationaler Agrarhändler positionieren

Die Agravis hält trotz des herausfordernden Marktumfeldes in der Landwirtschaft am nachhaltigen Wachstumskurs fest. „Wir werden uns als nationaler Agrarhändler positionieren und mit Hilfe des genossenschaftlichen Verbundes auch außerhalb unseres Kerngebietes wachsen“, kündigte Vorstandsvorsitzender Andreas Rickmers in der Hauptversammlung an. Schwerpunkt bleibe, so Rickmers, der deutsche Markt. Zugleich werde aber auch die Internationalisierung konsequent vorangetrieben.

Die Agravis habe im zurückliegenden Geschäftsjahr bewiesen, dass sie auch in schwierigen Zeiten in der Lage sei, strategische Akzente zu setzen – durch beachtliche Investitionen in regionale Standorte, durch erfolgreiche Kooperationen, gute Akquisitionen, kluge Allianzen und den zielgerichteten Ausbau der Internationalität. Trotzdem gingen Umsatz (auf 6,2 Mrd. Euro) und Ergebnis vor Steuern (auf 41,6 Mio. Euro) vorwiegend aufgrund niedriger Preise und eines geringeren Exports bei Getreide zurück. Zugleich gelang es der Agravis jedoch, die Eigenkapitaldecke auf ein Volumen von 567 Mio. Euro anzugheben. Rickmers: „Darauf können wir stolz sein. Eine Quote von 31,3 Prozent ist keineswegs Branchenstandard.“

Marktumfeld bleibt anspruchsvoll

Das Marktumfeld werde anspruchsvoll bleiben. Rickmers warnte vor zu hohen Erwartungen. „Das Geschäft wird weiter durch harten Wettbewerb und niedrige Preise geprägt sein. Wir erwarten daher für dieses Jahr einen Umsatz und ein Ergebnis vor Steuern auf dem Niveau des Vorjahres“. Die Investitionen sollen mit 63 Mio. Euro hoch bleiben. Die Eigenkapitalquote wolle die Agravis weiter ausbauen. „2018 rechnen wir aber mit einer Belebung des Marktes“, blickte Rickmers optimistisch nach vorn. Im Bereich Futtermittel trage dies erste Früchte. Da weiteres Marktwachstum nicht zu erwarten sei, rechnet die Agravis hier in den nächsten Jahren mit einem harten Verdrängungswettbewerb. Sie ist daher im Kernarbeitsgebiet verschiedene Kooperationen mit Genossenschaften eingegangen – ganz aktuell auch im Segment Biofutter. Für das Geschäftsjahr 2016 hat die Hauptversammlung in Alpen für die rund 6.500 Aktionäre eine Dividende von 1,28 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,33 Euro). Eine Dividendenrendite von fünf Prozent, bezogen auf den rechnerischen Wert der Aktie in Höhe von 25,60 Euro, sei zwar etwas geringer als im Vorjahr, „aber nach wie vor Ausdruck für die hohe Solidität“, so Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff.

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