Austausch

Abschiedsfeier für PAD-Schüler

Die PAD-Schüler vor dem Forum des Amplonius-Gymnasiums

Die PAD-Schüler vor dem Forum des Amplonius-Gymnasiums

Foto: arfi

Zwölf Schüler aus sechs Ländern besuchten das Amplonius-Gymnasium. Zwei Wochen lang lebten sie in Gastfamilien.

Rheinberg. Knapp zwei Wochen war ein Dutzend Schüler aus sechs Ländern zu Besuch am Amplonius-Gymnasium. Zur Gruppe gehörten Schüler zwischen 15 und 18 Jahren aus Australien, Island, Kasachstan, Indien, Nicaragua und Estland. Die PAD-Schüler (PAD steht für Pädagogischer Austauschdienst) feierten zusammen mit den Gastfamilien einen internationalen Abschlussabend.

Denn für sie ging es gestern weiter nach München und anschließend Berlin. Das Auswärtige Amt vergibt jedes Jahr Stipendien an besonders gute Schüler des Deutschunterrichtes in den verschiedensten Ländern. Der vierwöchige Aufenthalt wird vollständig finanziert und auch die Rheinberger Gastfamilien erhalten finanzielle Unterstützung.

Außerdem bekommt jeweils ein Schüler des Amplonius-Gymnasiums die Möglichkeit, die gesamte Reise durch Deutschland als Ansprechpartner zu begleiten. In diesem Jahr ist Jantje Schäfer ausgewählt worden, deren Familie einen indischen Jungen beherbergt. Das Gymnasium beteiligt sich schon zum 29. Mal an dem Projekt.

Sigrid Schmitz, Erdkunde- und Englischlehrerin, und zum zweiten Mal Leiterin am Standpunkt Rheinberg, berichtete: „Das Sprachniveau ist sehr unterschiedlich, aber man versteht eigentlich jeden.“ Bei den Tischgesprächen merkt man aber auch: Klappt es mal auf Deutsch nicht so richtig, wird auf Englisch weiter gesprochen.

Das Treffen fand im Forum des Gymnasiums statt. In den Gastfamilien wurde zuvor traditionelles Essen der jeweiligen Länder zubereitet. Von süß bis herzhaft – für jeden war etwas dabei und alle waren neugierig, die neuen Gerichte kennenzulernen.

Auch über die bisherigen Erfahrungen in Deutschland wurde viel erzählt. Daneben gab es Ausflüge zum Archäologischen Park in Xanten und nach Düsseldorf. Zudem hospitierte die Gruppe im Unterricht, die Gastschüler hatten jeden Tag drei Stunden eigenen Deutschunterricht, der von Jonas und Elias Sentob organisiert wurde. Dort arbeiteten sie gemeinsam an einer kleinen Zeitung und an Präsentationen über ihr eigenes Land – natürlich auf Deutsch.

Die PAD-Schüler stellten ihre Heimatländer in kurzen Vorträgen vor. Die beiden Australier hatten sogar eine Art Quiz für die Zuschauer vorbereitet. Es musste erraten werden, was bestimmte australische Abkürzungen oder Ausdrücke auf Deutsch bedeuten.

Danach forderten sie das Publikum auf, zusammen den australischen Tanz „The Nutbush“ zu tanzen. Obwohl die verschiedenen Schritte und Drehungen erst sehr kompliziert aussahen, machten alle mit. Zwei Schülerinnen aus Estland berichteten von den Unterschieden zwischen Deutschland und ihrer Heimat. Mit extrem dunklen Wintern müsse man in Deutschland zwar nicht kämpfen, dafür sei Estland in Sachen Digitalisierung weiter. Und Jantje Schäfer zog Bilanz. „Das Sprachniveau und die Kommunikation untereinander sind viel besser geworden, somit auch das Miteinander.“

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