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Ärger am Annaberg: Anwohner klagen über den Verkehr

Jede Menge Verkehr auf der Römerstraße

Foto: arfi

Jede Menge Verkehr auf der Römerstraße Foto: arfi

Rheinberg.   Die Bewohner des Rheinberger Stadtteils beklagen auch Dauerbaustellen, Lärm und die Tatsache, dass der Spielplatz nicht mehr nutzbar ist.

Man kann auf keinen Fall behaupten, dass die Annaberger nicht an ihrem Stadtteil hängen. Das Gegenteil ist der Fall: Veränderungen werden genau registriert – und wenn ihnen etwas gegen den Strich geht, melden sie sich zu Wort.

So passierte es auch wieder in der Ratssitzung. Dort berichtete Claudia von Parzotka-Lipinski (SPD) von dem Ärger, der sich schon seit längerer Zeit unter den Annabergern bemerkbar macht. „Es gibt Bergschäden, Rechnungen vom neu aufgestellten Deichverband, das ist ein sehr sensibles Thema, Straßenschäden, Verkehrslärm durch die Autobahn und viele Menschen haben Angst, dass ihre Immobilie dadurch weniger wert ist“, erzählte von Parzotka-Lipinski im Gespräch mit der NRZ.

Ganz besonders schlimm seien die monatelangen Straßenbauarbeiten. „Den Spielplatz an der Ecke Schützenstraße/Zu den Stationen kann man gar nicht mehr benutzen, weil dort Baumaterial steht, Maschinen. Ich habe den Eindruck, dass das über die Jahre hinweg immer größeren Raum einnimmt.“

Das passe nicht in das Bild der Siedlung. „Und es ist teilweise schon gefährlich. Man muss bereits seit längerer Zeit über Schotterpisten gehen und fahren. Das ist für ältere Menschen, insbesondere mit Rollatoren, und Kinder nicht zumutbar.“ Den Annabergern werde viel zugemutet und sie fragten sich, wie lange sie das noch ertragen müssten. „Wann bekommen wir unsere Grünfläche wieder?“

Der technische Beigeordnete der Stadt, Dieter Paus, räumte gegenüber der NRZ ein, dass sich in diesem Stadtteil eine Menge verändert habe. Die Baustellen seien bergbaubedingt, aber bald nicht mehr vorhanden. Wegen des Verkehrslärms durch die Autobahn sei man immer wieder mit dem Landesbetrieb Straßen NRW im Gespräch – bisher allerdings ohne Erfolg. Er hoffe, dass der Baustofflagerplatz auf dem Spielplatz bald verlegt werden könne. Dass der Verkehr zunehme, sei von der Stadt nicht zu beeinflussen.

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