Nahverkehr

Ärger wegen Problemen beim Zug „Der Niederrheiner“

Die Regionalbahn 31 auf der Bahnstrecke Xanten – Duisburg gibt immer wieder Anlassfür Ärger. Die Grünen haben nun einen offenen Brief verfasst.

Foto: RK

Die Regionalbahn 31 auf der Bahnstrecke Xanten – Duisburg gibt immer wieder Anlassfür Ärger. Die Grünen haben nun einen offenen Brief verfasst. Foto: RK

Xanten.   „Der Niederrheiner“ ist immer wieder ein Streitthema bei Fahrgästen und Politik. Jetzt haben Politiker der Grünen einen offenen Brief geschrieben.

Die Regionalbahn 31, „Der Niederrheiner“, ist immer wieder ein Thema bei Fahrgästen und Politik. Die Fraktionen der Grünen aus Alpen, Moers, Rheinberg, Sonsbeck sowie die Kreistagsfraktion der Partei richten sich nun in einem offenen Brief ganz persönlich an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und an Christian Becker, den Leiter der Bahntochter DB Netz West. Der Grund: das derzeit praktizierte Schadenmanagement.

„Die Strecke zwischen Duisburg und Xanten wurde und wird nach wie vor stiefmütterlich behandelt“, sagt Hubert Kück, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, der den offenen Brief mit in die Wege geleitet hat. „Da fühlt man sich schon aufs Abstellgleis versetzt, wenn man immer wieder versucht, mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen und trotzdem nichts passiert.“ Die Nordwestbahn stehe zwar mit ihrem Namen immer wieder in der Kritik, Ansprechpartner sei aber definitiv die Bahntochter DB Netz West, so Kück.

"Tagelang passierte erst mal nichts"

Die Fraktionen fordern den Streckenbetreiber DB auf, Schäden auf der Strecke zwischen Xanten und Duisburg in Zukunft zügiger zu beseitigen. Weiter heißt es in dem Schreiben:

  • „Fünf Tage lang, vom 29. 5. bis zum 2.6. 2018 herrschte auf der Bahnstrecke nach Xanten aufgrund eines Blitzeinschlages in ein Stellwerk wieder einmal das geregelte Chaos, weil das Fahrpersonal die Schranken von Hand bedienen musste. Die Nordwestbahn fuhr mit deutlicher Verspätung, manche Züge hatten sogar mehr als 30 Minuten Verspätung und fielen ganz aus. Im Reiseverkehr des langen Wochenendes strandeten Schulklassen, Fernreisende und Pendler gleichermaßen und hingen oft eine Stunde oder länger fest. Die Fahrplan-App bot kaum Hilfe, da sie nur die allgemeine Störung angab, ohne die wirkliche Zugverspätung oder Ausfälle zuverlässig anzeigen zu können. Und tagelang passierte erst mal nichts. Diese Zustände sind untragbar. Wir fordern daher von dem Streckenbetreiber, der DB Netz, endlich ein zuverlässiges Schadenmanagement aufzubauen, damit Störungen im Betrieb künftig in Tagesfrist behoben werden können. Modernisierungen, die zu mehr Zuverlässigkeit führen, sind umzusetzen. Die Landesregierung und den Verkehrsminister möchten wir bitten, in der Gesetzgebung dafür zu sorgen, dass bei Verzögerungen in der Schadensbeseitigung der Streckenbetreiber künftig in Regress genommen wird. Die Metropolregion Ruhr braucht endlich einen zuverlässigen Nahverkehr.“

Wann und ob es eine Reaktion seitens der Politik oder der DB Netz geben wird, bleibe zunächst abzuwarten, erklärte Kück.

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