Kommunalpolitik

AfD-Demo in Rheinberg mit 25 Teilnehmern und 15 Beamten

Kein Platz für die AfD: Die Stadthalle Rheinberg

Kein Platz für die AfD: Die Stadthalle Rheinberg

Foto: Heinz Kunkel

Rheinberg.  Nach der Absage der Stadt Rheinberg, die Stadthalle doch nicht zur Verfügung zu stellen, hatte die Partei zur Kundgebung geladen.

Nachdem die Alternative für Deutschland (AfD) mit ihrer Absicht gescheitert ist, ihre Kandidatenkür für die Kommunalwahl im Kreis Wesel in der Rheinberger Stadthalle durchzuführen, sollte eine Demonstration in Rheinberg ihren Protest auf die Straße tragen. Doch ganz so eindrucksvoll geriet die Kundgebung am Sonntag nicht: Gerade einmal 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte am Ende die Polizei, die mit kaum weniger an Personal angerückt war. Etwa 15 Beamte sicherten den Protest und sorgten gleichzeitig dafür, dass die Sicherheitsabstände gewährleistet wurden und die Protestler ihren Mundschutz trugen. Nach einer Stunde war die Aktion gelaufen. „Es hat wirklich keinerlei Probleme gegeben, die Kundgebung verlief absolut friedlich“, sagte am Nachmittag eine Polizeisprecherin.

Stadtwerke in Moers haben Sorge ums Image

Die AfD hat Probleme, einen Saal zu finden: In Moers sorgte sich ein Unternehmen ums Image. Wie eine Sprecherin des Dienstleisters Enni in Moers auf NRZ-Anfrage bestätigte, lag dem Unternehmen eine Anfrage der AfD Kreis Wesel für eine Veranstaltung in der Eventhalle vor. Man habe die Anfrage jedoch abgelehnt, weil man andernfalls einen Imageschaden für das Unternehmen befürchtet habe.

In Rheinberg hatte die AfD ebenfalls angefragt, die Veranstaltung in der Stadthalle durchzuführen. Dort habe es zuerst das Signal gegeben, dass die Halle zum gewünschten Zeitpunkt am Sonntag frei sei, wie Bürgermeister Frank Tatzel ebenfalls auf NRZ-Anfrage sagte. Nach eingehender Prüfung, auch vor dem Hintergrund der Corona-Regelungen, durch das Stadtteilmanagement sei man jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Stadthalle für solche Veranstaltungen nicht zur Verfügung gestellt werden könne. Tatzel: „Das gilt übrigens auch für Kreistagsfraktionen, die ihre Wahlversammlungen hier abhalten wollten. Sie kommen auch nicht zum Zug.“ Zurzeit sind in der Stadthalle Rheinberg laut Bürgermeister Frank Tatzel nur Veranstaltungen möglich, die dringend erforderlich seien. Dazu zählten Rats- und Ausschusssitzungen oder Aufstellungsveranstaltungen für ortsansässige Parteien.

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Wo die AfD im Kreis Wesel ihre Wahlversammlung nun abhalten wird, ist zurzeit unklar. Der Kreisverband teilte mit, er sei nach den Absagen weiter auf der Suche nach einem Veranstaltungsort. Man sei äußerst irritiert über die Vorgehensweise. Dies wurde bei der Kundgebung am Sonntag auch mehr als deutlich

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