Politik

Alpen: Bürgermeister Thomas Ahls (CDU) tritt wieder an

Thomas Ahls bei der Vereidigung nach seiner ersten Wiederwahl 2009. Die nahm das damals älteste Ratsmitglied Franz-Gerd Werner vor.

Thomas Ahls bei der Vereidigung nach seiner ersten Wiederwahl 2009. Die nahm das damals älteste Ratsmitglied Franz-Gerd Werner vor.

Foto: Archiv / FSS

Alpen.  Thomas Ahls (CDU), seit 2004 Bürgermeister der Gemeinde Alpen, tritt auch 2020 wieder an. Er möchte Bewährtes in den Fokus rücken.

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„Ich habe mit einer großen Zustimmung gerechnet. Ein, zwei Gegenstimmen gibt es dabei eigentlich immer, aber selbst das war dieses Mal nicht der Fall“, sagte Alpens Bürgermeister Thomas Ahls zufrieden. Die CDU in der Gemeinde wählte ihren Bürgermeisterkandidaten für die anstehende Kommunalwahl im Herbst 2020. Wer das werden wird, war abzusehen, schließlich gab es mit dem amtierenden Bürgermeister nur einen Kandidaten innerhalb der CDU. Ahls ließ schon vor Monaten verlauten, erneut antreten zu wollen.

„Es kann keinen besseren geben“, sagte Parteichef Sascha van Beek bereits in der Vergangenheit. Einstimmig bei zwei Enthaltungen wurde der 56-jährige Ahls gewählt. Die Wahlbeteiligung war allerdings nur mittelprächtig: Gerade einmal 41 der 261 Mitglieder, die der CDU-Ortsverband Alpen zählt, gaben ihre Stimme ab. Der amtierende erste Mann strebt somit die vierte Amtszeit in Folge an.

„Es macht trotz allem Stress noch immer Spaß“

„Bei all dem Stress, den man manchmal hat, ist es weiterhin ein toller Beruf, der mir sehr viel Spaß macht. Man investiert viel Zeit, bekommt hier in Alpen aber auch sehr viel zurück“, sagte er im Gespräch mit der NRZ.

Dabei lobte er auch das Miteinander in der Gemeinde: Zwischen den Alpenern, aber auch parteiübergreifend im Rathaus. „Wir begegnen uns mit Achtung. Ich hoffe, egal, wer noch für das Bürgermeisteramt kandidiert, dass die Stimmung so konstruktiv bleibt“, betonte er.

Die Notwendigkeit, einen Wechsel an der Gemeindespitze zu vollziehen, verspüre er auch nach 15 Jahren noch nicht. Er freue sich, die Verjüngung innerhalb der CDU verfolgen und gemeinsam mit diesem Team den anstehenden Wahlkampf bestreiten zu können. Von Amtsmüdigkeit ist da definitiv nichts zu spüren. Der Alpener setzt in seinem Wahlkampf auf „weiche Faktoren“, wie er sagt.

„Ich finde, es wird häufig zu sehr der Fokus auf das Neue gesetzt, dabei haben wir auch viel Bewährtes, das man aufrechterhalten sollte.“ Da wären zum Beispiel das gut funktionierende Ehrenamt oder das freundschaftliche und faire Verhältnis unter den Vereinen.

Hilfe zur Selbsthilfe für die Dörfer

Ahls möchte die Dörfer durch Hilfe zur Selbsthilfe weiter stärken. Er sieht sich und die Verwaltung dabei in der Rolle des Beraters, möchte informelle Hilfe bieten und fördern. „Diese Sache ist uns bisher gut gelungen.“ Natürlich nehme Ahls auch die bestehenden Probleme in Alpen wahr. „Der Wegfall von Infrastrukturen im Einzelhandel oder die Entwicklung in einzelnen Ortsteilen können wir nicht verschweigen oder verhindern.“ Dass der letzte Bäcker in Bönninghardt schließt, sei nicht vermeidbar, man versuche aber eine Lösung zu finden.

Vorerst strebt der Bürgermeister keine größeren Projekte in Alpen an. „Die Gemeinde hat in den nächsten Jahren schon viel vor. Die bestehenden Projekte der Verwaltung, wie die Gestaltung der Ortsmitte, müssen erst einmal abgearbeitet werden.“

Ahls ist optimistisch, 2020 erneut gewählt zu werden. Die Ausgangslage ist gut: Mit 56,5 Prozent sicherten sich die Christdemokraten bei der Kommunalwahl 2014 mit komfortablem Vorsprung die absolute Mehrheit. Das parteieigene Ziel der CDU ist klar: Die 18 Direktmandate sollen verteidigt werden...

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